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1. Bildungsbericht 2012 des Landkreises Görlitz

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Zukunft durch Bildung im Landkreis Görlitz: Mit Energie und ohne Grenzen!

36 Soziodemografische

36 Soziodemografische Rahmenbedingungen und Grundinformationen für die Bildung im Landkreis Görlitz Die Frauen im Landkreis Görlitz hatten in allen Vergleichsjahren einen höheren Bildungsstand als die Männer. Der Anteil der Bürger ohne einen Abschluss im allgemeinbildenden Bereich lässt sich aus den verfügbaren Daten nicht eindeutig ableiten. Bei der geschlechtsspezifischen Betrachtung zeigt sich, dass die weibliche Bevölkerung insgesamt über höhere allgemeinbildende Abschlüsse verfügte als die männliche. Auch im Bereich der beruflichen Bildungsabschlüsse lagen im Jahr 2010 im Vergleich zum Jahr 2000 bessere Ergebnisse vor (vgl. A2-Tab. 3.3-7; A1-Abb. 3.3-5). Mit einem Anteil von 57% (2000) und 64% (2010) war der Großteil der Bevölkerung in beiden Vergleichjahren qualifiziert über eine Lehrausbildung/Berufsfachschule. Eine geringfügige Zunahme von 13% (2000) auf 15% (2010) zeigte sich auch bei den Bürgern, die einen Abschluss der Meister-/Technikerausbildung/Fachschule vorweisen konnten. Keine Veränderung ließ sich bei der Bevölkerungsgruppe mit einem Fach-/Hochschulabschluss feststellen. Sowohl im Jahr 2000 als auch 2010 konnten nur etwa 8% der Bürger eine derartige Qualifikation vorweisen. Damit lag der Anteil dieser Personen weit unter dem derer ohne einen beruflichen Abschluss im Landkreis Görlitz. Während dies im Jahr 2000 zirka jeden sechsten Bürger betraf, war 2010 immerhin noch jeder achte ohne eine berufliche Qualifikation. Geschlechtsspezifisch betrachtet, lässt sich feststellen, dass in allen Bereichen die Frauen höher qualifizierte berufliche Abschlüsse erlangten als die Männer. Einen Abschluss der Meister-/Technikerausbildung/Fachschule hatten im Jahr 2010 zum Beispiel doppelt so viele Frauen wie Männer. Beim Bevölkerungsanteil ohne beruflichen Abschluss lag der Anteil der Frauen hingegen unter dem der Männer. Die Arbeitslosenquote war 2010 bei den 25- bis unter 55-Jährigen am höchsten. 3.4 Wirtschaftliche Entwicklung 3.4.1 Arbeitslosenquote Nach den Angaben der Bundesagentur für Arbeit lag die Arbeitslosenquote im Landkreis Görlitz 2010 bei 14% (vgl. A2-Tab. 3.4-1). Mit 53% war der Anteil der männlichen Bevölkerung an den Arbeitslosen etwas höher als der der weiblichen. Insgesamt hatten die ausländischen Bürger einen Anteil von 3% an allen Arbeitslosen im Landkreis, wobei der Anteil der Nicht-deutschen an der Gesamtbevölkerung im gleichen Zeitraum sehr gering war. Auffällig ist, dass bei der ausländischen Bevölkerung die Quote der Arbeitslosen doppelt so hoch ausfiel wie die der gesamten Bürgerschaft des Landkreises. Betrachtet man die Arbeitslosenzahlen nach Altersgruppen, wird deutlich, dass die Bevölkerung zwischen 15 und unter 25 Jahren, die sich im typischen Lebensabschnitt der Ausbildungs- und Studiumszeit befindet, einen Anteil von 8% an den Arbeitslosen im Landkreis hatte. Die Bürger im Alter von 25 bis unter 55 Jahren machten 70% an den von Arbeitslosigkeit Betroffenen aus, die 55- bis unter 65-Jährigen 22%. Das Wissen um die Arbeitslosenquote sowie die Verteilung der Arbeitslosen auf die einzelnen Altersgruppen ist vor allem für die Planung von Bildungsangeboten relevant. Somit kann zum Beispiel gewährleistet werden, dass der Landkreis Görlitz geeignete (Aus-)Bildungsmaßnahmen für diese Bevölkerungsgruppe bereithält.

Soziodemografische Rahmenbedingungen und Grundinformationen für die Bildung im Landkreis Görlitz 37 3.4.2 Beschäftigtenstruktur Die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit Arbeitsort im Landkreis Görlitz lassen sich fünf Wirtschaftsbereichen zuordnen (vgl. A2-Tab. 3.4-2). 29 Unter den Zweig „Öffentliche und private Dienstleister“ fallen die Berufe im Bildungsbereich. In den Vergleichsjahren 2008, 2009 und 2010 war etwa ein Drittel aller Beschäftigten im Landkreis diesem Wirtschaftsbereich zuzuordnen, wobei davon im Jahr 2010 wiederum nur 17% im Bereich „Erziehung und Unterricht“ tätig waren (vgl. A2-Tab. 3.4-3). Dieser Anteil ist seit 2008 von 19% sukzessive geringfügig gesunken. Die öffentlichen und privaten Dienstleister im Bereich Erziehung und Unterricht teilen sich in die Kernbereiche der formalen Bildung im Lebenslangen Lernen auf (vgl. Abb. 3.4-1). Die Verteilung der Beschäftigten auf die einzelnen Sektoren war in allen drei Vergleichsjahren etwa gleich. Mit 62% war der Großteil des Bildungspersonals an weiterführenden Schulen beschäftigt, der kleinste Anteil (8%) an Grundschulen. Im Bereich Kindergärten und Vorschulen gab es einen geringfügigen Rückgang der Beschäftigtenzahl um 3%. Abb. 3.4-1: Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Landkreis Görlitz 2010 * ) Tertiärer und post-sekundärer, nicht tertiärer Unterricht; sonstiger Unterricht; Erbringung von Dienstleistungen für den Unterricht Quelle: Bundesagentur für Arbeit, 2011 29 vgl. https://www.destatis.de/DE/Methoden/Klassifikationen/GueterWirtschaftklassifikationen/ klassifikationwz2008_erl.pdf?__blob=publicationFile (27.07.2012)

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