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13. Ausgabe - Zeit(ung) für Kinder

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Erscheinungsdatum: 05/2017

KÜNSTLERISCH & KREATIV

KÜNSTLERISCH & KREATIV STIMMBILDUNGSGESCHICHTE „SEEREISE“ Schwimmsachen anziehen • Streife deinen Schwimmanzug über Beine und Arme. mit großer Geste • Schließe den Reißverschluss in der Mitte des Körpers. mit großer Geste • Klopfe zur „Kontrolle“ alles ab: 3x re. Bein, 3x re. Arm, 3x li. Bein, 3x li. Arm • Ziehe deine Flossen an und mache zur „Kontrolle“ 6 Schritte am Platz. Fühle deine Flossen dabei an den Füßen. • Strecke deine Arme 3 mal zur Seite und nach oben aus. Recke und strecke dich dabei in deinem Schwimmanzug. • Klopfe deinen Unterkiefer leicht ab. Dein Unterkiefer hängt dabei ganz locker. • Stecke deinen Schnorchel in den Mund. Mach deinen Mund dabei kurz auf. • Setze deine Taucherbrille auf schau und mit großen Augen. Augen auf! Mit dieser Zaubertaucherbrille kannst du beson ders gut sehen! Segel hissen • Ziehe das Tau mit kräftiger Körperbewegung nach unten und atme dabei auf „sss“ aus, mit einem abschließenden „t“ ist das Segel gehisst. Achte trotz der Bewegung auf gleichmäßiges Ausatmen. Abtauchen • Du tauchst ab und atmest lang auf „f“ aus (dazwischen immer wieder einatmen und erneut lang auf „f“ ausatmen). Atme dabei ganz ruhig ein und lang aus. Unterwasserwelt • Du schaust durch deine Zaubertaucherbrille und staunst über die Unterwasserwelt und rufst ganz erstaunt ,,Oh!“ und „Ah!“. Dabei formen deine Hände eine Taucherbrille (dazu bewegt sich der Oberkörper leicht wie im Wasser). dabei passt sich deine Stimme leise auf ,uuu“ der Bewegung an (leise mit der Stimme auf und ab). Wichtig sind weiche, sanfte Bewegungen und leise Stimmgeräusche in höherer Lage Riesenmuschel • Du singst auf einen Ton ein langes „o“, dabei gehen deine Arme zur Seite. Der Ton sollte ungefähr zwi schen a¹ a c² liegen. • Mit einem abschließenden „k“ klappt die Muschel plötzlich wieder zu. Die Arme weit auseinande,r wir fühlen uns wie eine Riesen muschel • Auf „a“ und „i“ wiederholen. Boot fährt los • Lasse dich auf den Wellen schaukeln mit einem „Hujujuj...!“ (Stimme geht da bei nach oben, ähnlich einer Sirene) Dein ganzer Körper macht die Schaukelbewegung des Bootes mit. Walgesang • Du singst wie ein Wal: lasse deine Stimme in großen Bögen auf „u“ immer wieder von oben nach unten ,,schleifen“, dabei bewegst du dich wie eingroßer Wal im Wasser. Dein Unterkiefer fällt dabei locker. Sprung ins Wasser • Jetzt wird es zu wild, du springst ins Wasser mit einem lauten „Hopp!“ Dabei beugst du deinen Oberkör per nach vorn, nimmst die Arme vor und „springst“ ins Wasser. Große Welle • Eine große Welle erfasst dich, du atmest mehrfach ganz kräftig auf ,,sch“ aus – die Welle trägt dich auf eine schöne Insel... 6 Wie geht die Geschichte auf der Insel weiter? seltsam bewegen und fantastische Geräusche machen...

AUS DEM ALLTAG: SINGEN – DAS IST ETWAS GENIALES Sobald sich Eva Urban ans Klavier setzt, lassen die Kinder alles andere stehen und liegen und laufen schnell zu ihr. Sie wissen, gleich wird gemeinsam gesungen – und das macht Riesenspaß. „Es gibt kaum Musik aus dem Rekorder – bei mir wird Musik meistens noch hausgemacht“, sagt die 51-Jährige. tätig. Wenn es ums Singen geht, dann geht ihr Herz auf und Eva Urban strahlt. „Zum Beispiel beim Schaukeln – da wollen die Kinder immer singen. Das geschieht dann eher so nebenbei und hat was mit dem Rhythmusgefühl zu tun“, sagt sie. „Die Kinder stehen meist nie ganz ruhig beim Singen, sondern bewegen sich ganz oft dabei. Bewegung und Singen – das gehört für Kinder fast immer zusammen. Zu ganz vielen Lie- beim Spazierengehen singen wir gemeinsam Lieder.“ „Jede Situation kann besungen werden, sei es das Anziehen, Essen oder Aufräumen“, berichtet auch Dirk Marcin-kowski, Tagesvater aus Weißwasser/O.L. „Meist ist es so, dass die Kinder im Spielzimmer auf die Instrumente zeigen und klatschen oder es direkt benennen. Es ist für sie drinnen inzwischen ein Ritual.“ Die Initiative zum Singen ergreifen die Kinder mal von alleine, ein anderes Mal durch einen Impuls des 43-jährigen: „Wenn wir unterwegs sind, fange ich meistens an zu singen, zum Beispiel über das, was wir sehen. Wenn ich dann am Folgetag in unserem Morgenkreis das gestrig draußen Besungene nochmals anstimme, ‚zünden‘ die Kinder gleich, singen mit und wollen wieder raus.“ Singen spielt auch im pädagogischen Alltag von Eva Urban mit „ihren“ Kindern eine große Rolle. „Oft wiederholen wir die Lieder immer und immer wieder. Für uns Erwachsene kann das mitunter schon etwas anstrengend sein. Aber die Kinder brauchen das und fordern sich das regelrecht ein.“ Eva Urban wählt die Lieder bewusst aus, greift oft zu älteren Liedern, übt aber auch neue Lieder mit den Jungen und Mädchen ein. „Die alten bekannten Lieder haben den Vorteil, dass Eltern und Großeltern diese auch kennen. Das hat den schönen Effekt, dass dann auch zu Hause weiter gesungen wird – gemeinsam. Dabei wird kommuniziert und gelacht und das schafft Freude und Beziehung. Das ist etwas Geniales, was Eltern da mit ihren Kindern machen können“, schwärmt Eva Urban und erzählt weiter, dass ihr die soziale Komponente des Singens auch schon öfters bei kleinen Unfällen geholfen hat: „Ein leise gesungenes Lied kann ein Kind prima beruhigen“. Dass Singen und Musizieren sozial wirken, kann Dirk Marcinkowski aus eigenen Erfahrungen bestätigen. „Ist ein Kind verschlossen, zurückhaltend oder schüchtern, so sind Lied den bzw. das Kind zu uns“, sagt der Weißwasseraner, der seit 2014 als Tagesvater arbeitet. Er berichtet von einem sehr schüchternen zweijährigen Jungen, der zwar bei Aktivitäten anwesend, aber nicht wirklich dabei war. Nur beim Spielen horchte er auf und suchte Augenkontakt. „Wir vertieften so unsere Beziehung zueinander. Nun wurde zunehmend ein immer intensiverer und inniger Kontakt auch ohne Instrument möglich. Er wurde insgesamt neugieriger und war in die Gruppe integriert. Letztendlich stand er zur Weihnachtsfeier mit den anderen Kindern vor den Eltern, stampfend, singend und strahlend und klatschte rhythmisch in die Hände. Seine Mutter war überwältigt bei diesem Anblick.“ Singen unterstützt die Kinder außerdem bei der Rhythmisierung des Tagesablaufs. Wenn das Lied „Weißt du, wieviel Sternlein…“ erklingt, ist allen Kindern klar: Jetzt ist Zeit für den Mittagsschlaf. Und natürlich wird auch die Sprachentwicklung beim Singen gefördert. „Ich hatte vor einer Weile ein Kind, das hat ständig gebissen, weil es sich noch nicht anders ausdrücken konnte. Das regelmäßige Singen hat ihm Urban. „Wieder ein anderes Kind war von einem Lied, das wir über Wochen gesungen hatten, so begeistert, dass es von selbst begann, eigene Texte zu dichten und zu singen. Einfach toll!“ EVA URBAN mutter in Rosenbach bei Löbau im Landkreis Görlitz Adresse: Untere Dorfstraße 92 • 02708 Rosenbach Telefon: 03585 - 48 28 79 E-Mail: hue.urban@web.de Website: www.urbanskinderland.de DIRK MARCINKOWSKI Tagesvater in Weißwasser/O.L. im Landkreis Görlitz Adresse: Schillerstraße 15 • 02943 Weißwasser/O.L. Telefon: 03576 - 20 85 11 E-Mail: i.d.richter@t-online.de Website: www.weisswasser.de/node/2384 7

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