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21. Ausgabe - Zeit(ung) für Kinder

Erscheinungsdatum: 06/2021

Nachhaltige

Nachhaltige Entwicklung Der Begriff Nachhaltigkeit stammt ursprünglich aus der Holzproduktion. Dahinter stand der Gedanke, dass man nicht mehr Bäume fällen soll, als auch nachwachsen können. Damit wollte man Rücksicht auf die nachfolgenden Generationen nehmen. Denn auch diese benötigen in späteren Zeiten noch Bäume und Holz. Das gilt für viele andere Bodenschätze und Rohstoffe wie zum Beispiel Wasser, Erdöl und viele mehr, die wir in unserem täglichen Leben verbrauchen. Wir sollten ebenfalls dafür sorgen, dass unsere Umwelt nicht durch Abgase, verschmutztes Wasser, viel Müll oder Gifte geschädigt wird. Denn auch das ist schlecht für die Menschen, die nach uns auf der Erde leben wollen. Nachhaltigkeit betrifft alle Bereiche unseres Lebens und ist folglich eine Aufgabe der ganzen Gesellschaft. Wir Menschen sollten nicht auf Kosten der Menschen in anderen Regionen der Erde und auf Kosten zukünftiger Generationen leben. Man denkt also dann nachhaltig, wenn man diese Erde auf Dauer und für alle Menschen unter lebenswerten Bedingungen bewohnbar erhalten möchte. Denn wir verfügen nur über die eine Erde. Mit der Vision, eine friedliche und nachhaltige Gesellschaft zu gestalten, haben die Vereinten Nationen im Herbst 2015 die globale Nachhaltigkeitsagenda verabschiedet. Darin sind 17 Ziele festgehalten. Handlungsfelder sind beispielsweise der verstärkte Einsatz für Frieden, aber auch Bildung für alle oder der Schutz unseres Klimas und unserer Ressourcen. Und kein Mensch soll mehr unter Hunger leiden müssen. Quelle: Bundesregierung, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) ist die pädagogische Antwort auf das Konzept der Nachhaltigen Entwicklung. Auf der Website www.bne-sachsen.de finden Pädagogen und Eltern praktische Tipps für die Vermittlung lösungsorientierter Antworten auf Fragen wie „Welche Auswirkungen hat mein Handeln vor Ort auf Menschen an anderen Orten der Welt?“ oder „Wie hängt Klimaerwärmung mit Armut, Krankheit, Krieg und Flucht zusammen?“. 6 Livia Knebel, Netzwerkstelle Kulturelle Bildung, Kulturraum OL-NS

Nachhaltig handeln im Alltag – Tipp zum Selbermachen Frischhaltefolie und Alufolie werden meistens nur einmal verwendet – und dann weggeworfen. Das sorgt für unnötigen Müll. Speziell Alufolie hat noch weitere Nachteile: Ihre Herstellung verbraucht nicht nur viel Energie, sondern schädigt außerdem die Umwelt. Aber es gibt eine nachhaltige und kostengünstige Alternative zu Frischhalte- und Alufolie: Wachstücher aus Bienenwachs oder pflanzlichen Wachsen. Die sind plastikfrei, umweltschonend und kostengünstig. Für frische Lebensmittel wie Käse oder das Pausenbrot sind sie ideal. Da Bienenwachs antibakteriell wirkt, halten die Tücher die eingepackten Lebensmittel auch länger frisch. Außerdem sind sie stabil und langlebig und können über Monate hinweg verwendet werden. Einfache Anleitung zur Herstellung von Bienenwachstüchern Ihr benötigt: So geht’s: Baumwollstoff in der gewünschten Größe (vorgewaschen, z. B. von einem aussortierten T-Shirt) 2 Bögen Backpapier Bügeleisen 20 bis 30 Gramm Bienenwachs pro Tuch, abhängig von der Stoffgröße, z. B. aus alten Bienenwachs- Kerzen, die mit der Küchenreibe zerkleinert werden, oder gekauft in Plättchen-Form, erhältlich im Drogeriemarkt oder Reformhaus. Es gibt verschiedene – naturbelassene oder chemisch behandelte – Sorten! Tipp: Für eine vegane Variante kann auch Carnaubawachs verwendet werden. 1 Legt den Baumwollstoff in gewünschter Größe auf das erste Stück Backpapier (und dieses auf eine bügelfeste Unterlage). Verteilt das geraspelte oder bereits zerkleinert 2 gekaufte Bienenwachs gleichmäßig auf dem Stück Stoff. Dabei reicht schon eine recht dünne Schicht, es muss auch nicht das gesamte Stück Stoff bedeckt sein. Da das Bienenwachs in der weiteren Verarbeitung zum Schmelzen gebracht wird, verteilt es sich sowieso noch. Legt das zweite Stück Backpapier darüber. 3 Erhitzt das Bügeleisen (mittlere Hitzestufe) und 4 fahrt damit mehrmals langsam über das Backpapier, bis das Bienenwachs schmilzt und gründlich in den Stoff einzieht. Anschließend noch einmal vorsichtig umdrehen und von der anderen Seite bügeln, damit das Wachs wirklich von beiden Seiten vollständig in den Stoff einziehen kann. Seid vorsichtig mit dem heißen Bügeleisen und lasst Euch am besten von einem Erwachsenen helfen! Jetzt nur noch etwas abkühlen lassen, 5 das Backpapier vorsichtig entfernen – fertig! Nach Verwendung die Tücher mit kaltem bis 6 lauwarmem Wasser reinigen. So bleiben sie lange nutzbar. 7

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