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21. Ausgabe - Zeit(ung) für Kinder

Erscheinungsdatum: 06/2021

So viel Plastik im

So viel Plastik im Kinderzimmer Plastik ist in der heutigen Zeit in aller Munde. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Klingt eklig? Ist aber so! Studien zufolge nimmt jeder von uns Woche für Woche die Masse einer Kreditkarte an Plastik zu sich, was hochgerechnet auf ein ganzes Jahr, einem Gewicht von rund 250 Gramm entspricht (vgl. WWF, 2019). Na Prost Mahlzeit! Diese Menge setzt sich durch kleinste Plastikbestandteile (auch Mikroplastik genannt) zusammen, welche sich unter anderem in der Atemluft, unserem Essen und in der Kleidung befinden, Aufgrund der Vielzahl an Plastikspielzeug findet sich Mikroplastik vermehrt in den Kinderzimmern bzw. Kindergärten wieder. Falls Du Dir zu diesem Thema noch keine Gedanken gemacht hast, halte kurz inne und betrachte Deine Umgebung etwas genauer. Wie viele Gegenstände aus Plastik kannst Du entdecken und wie viele davon könnten möglicherweise ersetzt werden? Du könntest zusammen mit Deinen Eltern beispielsweise Alternativen wie Seife, Wachstücher, Dekorationsgegenstände oder sogar Spielzeug aus einfachen Mitteln selbst herstellen. Beim Basteln oder Kauf neuer Gegenstände sollten Deine Eltern und Du darauf achten, ob sich Plastik darin befindet und was für Alternativen sich ergeben. Kann das Spiel gegebenenfalls selbst gebastelt werden? Plastik reduzieren ist kein Hexenwerk. Es bedarf teilweise nur kleinen Schritten und einen Willen zum Handeln, um die Welt ein bisschen sauberer zu machen. Bastelmaterial Bastelleim selbst herstellen, Großpackungen und Aufbewahrungsboxen aus Holz oder Metall Spielzeug drinnen Kinderküche aus Holz/Metall, Holzbausteine oder Metallbaukästen Möglichkeiten zur Plastikreduzierung Spielzeug draußen alte Töpfe, Kellen, Schüsseln als Sandspielzeug, Gartengeräte und Fahrzeuge aus Holz oder Edelstahl Küchenutensilien Tassen/Teller aus Keramik/ Porzellan/Glas, Flaschen aus Glas/Edelstahl/ Aluminium Kleidung T-Shirts/Pullover aus Baumwolle, Verzicht auf Polyester, Regenkleidung ohne BPA/PVC Hygieneartikel (Kinder-)Zahnbürste aus Holz, Stoffwindeln (sparen Geld und Müll) 8 Alexander Weise, Absolvent der Kindheitspädagogik, Hochschule Zittau/Görlitz

Pfannkuchen für die ganze Familie K ennt Ihr schon „Ein Korb voll Glück“? Hinter diesem Slogan verbirgt sich Anja Nixdorf-Munkwitz aus Zittau. Anja beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit unserer Region und macht mit Rezepten nicht nur Appetit auf leckeres regionales Essen, sondern stellt dabei auch die Produzenten vor. In dieser Ausgabe möchte sie Euch ein leckeres Rezept für Pfannkuchen vorstellen – übrigens, bei uns nennt man Pfannkuchen auch „Plinse“! Sie sind ganz einfach aus nachhaltigen regionalen Produkten herzustellen und schmecken allen – egal ob Groß oder Klein. Das Beste an Pfannkuchen ist natürlich, dass man so viele unterschiedliche Rezepte damit machen kann – süß oder herzhaft, mit Kräutern, Obst, mit Schinken und mit Quark. Was ist Molke? Molke gewinnt man, wenn Käse oder Quark aus Milch hergestellt werden. Es gibt zwei Arten von Molke, die sich beide gut für dieses Rezept eignen, die Süßmolke die bei der Käseherstellung mit Lab entsteht und die Sauermolke, die bei der Milchverarbeitung mit Milchsäurebakterien entsteht. Fragt doch mal beim Bauernhof, wie der Quark entsteht und ob man dort auch Molke kaufen kann. Wenn man alle guten Produkte verwendet, ist das besonders nachhaltig, weil dadurch weniger Lebensmitteln verschwendet werden. Außerdem kann man richtig gute Rezepte (neu) entdecken! Zubereitung: Die Molke etwas anwärmen, sodass sie lauwarm ist. Ein paar Esslöffel davon abnehmen und darin die Hefe und den Honig auflösen. Mit der anderen Molke vermischen, die Eier und das Salz hinzufügen und dann das Mehl langsam dazugeben. Am besten rührt man die ganze Zeit mit einem Schneebesen, damit sich keine Klumpen bilden! Der Teig sollte flüssig sein – sieht man beim Umrühren "die Spuren" vom Schneebesen, dann ist er perfekt. Denkt daran, wenn man Vollkornmehl nimmt, quillt das noch nach. Den Teig lässt man 30 Minuten stehen, damit die Hefe aufgehen kann. Das macht die Pfannkuchen locker und fluffig. Eine beschichtete Pfanne sehr heiß machen, eine Kelle Teig hineingeben und warten, bis der Teig stockt. Dann vorsichtig mit einem Holzspatel darunter fahren und mit einem Ruck wenden. Auf einem Kuchengitter kühlen die fertigen Pfannkuchen ein bisschen aus. In der Zeit kann der Quark angerührt werden. Man kann die Pfannkuchen aus vielen Mehlsorten zubereiten und auch als Pausenbrot mitnehmen. Zutaten für Pfannkuchen aus Molke 1 Liter Molke ½ Würfel Hefe ½ Teelöffel Salz 1 Esslöffel Honig ca. 300-400 Gramm Mehl (Dinkel, Weizen, Buchweizen, Hafer – man kann alle Sorten richtig gut kombinieren) Zubereitungszeit insgesamt 1 Stunde Herzhafter Belag für die Pfannkuchen 250 Gramm Quark oder Frischkäse 1 Bund gemischte Kräuter wie Petersilie, Schnittlauch, Dill, Kerbel, Frühlingszwiebel ODER 1 Hand voll Brennnesselspitzen 3 Esslöffel Leinöl Salz und Pfeffer Süßer Belag für die Pfannkuchen 100 Gramm Quark 3-4 Esslöffel Honig Nüsse oder Mandeln, grob gehackt Marmelade, Fruchtaufstrich, Apfelmus, gehacktes Obst, Zimt zum Bestreuen Anja Nixdorf-Munkwitz www.ein-korb-voll-glueck.de Ingo Goschütz 9

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