Seenlandschaft Flusslandschaft - Ein Zuhause für den Fischotter In unserem schönen Landkreis gibt es keine natürlichen Seen. Das sind große, stille Gewässer, die auf verschiedene Arten entstanden sein können. Manchmal schmelzen riesige Eismassen und es bleibt ein See zurück. Oder es gibt einen Vulkanausbruch und es entsteht ein See. Manchmal verschieben sich große Teile der Erde und es bildet sich ein See. Auch wenn ein Berg herunterfällt, kann ein See entstehen. Im Landkreis gibt es aber künstliche Seen. Dazu gehören Tagebauseen, Stauseen, Steinbrüche oder landschaftlich gestaltete Seen. Erratet ihr, welche Seen sich hinter den Rätselaufgaben verstecken? Flusslandschaften nennt man auch Flussauen. Dort gibt es weite Wiesen, die Wasser speichern können, wenn Flüsse und Bäche Hochwasser führen. Schilf, Gräser, Büsche und Bäume wachsen an den Ufern und helfen dabei, den Boden zu festigen. Der Fischotter braucht das dichte Schilf und die Büsche, um sich zu verstecken. Im trockenen Gras richtet er sich gern einen gemütlichen Schlafplatz ein. Ohne Schwimmhäute müsste er viel stärker strampeln und wäre langsamer. Das Loch, das voller Steine war Mich gibt es, weil Arbeiter hier festen Granit abbauten, zum Beispiel für Brücken oder berühmte Gebäude. Irgendwann hörte die Arbeit auf und darum bin ich jetzt mit Regen- und Grundwasser gefüllt. Von mir gibt es gleich neun Brüder und Schwestern! Was bin ich? Der Bärwalder See ist mit einer Fläche von rund 13 Quadratkilometern Sachsens größter See. Der Riese aus der Grube Ich war früher eine riesige, tiefe Grube, in der große Maschinen etwas sehr Dunkles aus dem Boden holten. Als die Arbeit vorbei war, füllten mich Menschen mit viel Wasser aus Flüssen und Grundwasser. Heute kannst du bei mir baden, segeln und am Strand liegen. Was bin ich? Auflösung: ein Steinbruchsee in den Königshainer Bergen Früher wurde in den Königshainer Bergen das Gestein Granit abgebaut. Dadurch entstanden Steinbrüche. Heute wird kein Granit mehr abgebaut und die Steinbrüche haben sich teilweise auf natürlichem Weg mit Wasser gefüllt. In den Königshainer Bergen gibt es neun Steinbruchseen. Auflösung: ein Tagebausee (wie der Berzdorfer See oder der Bärwalder See) Braunkohle wurde mit riesigen Baggern in offenen Gruben ausgegraben. Dadurch entstanden Tagebaulöcher. Diese wurden mit Wasser aus Flüssen und Grundwasser gefüllt, sodass große künstliche Seen entstanden. Hinweis: Im Naturschutz-Tierpark Görlitz kannst du Fischotter beobachten und im Naturkundemuseum betrachten. Im kalten Wasser geht er auf die Jagd nach Fischen. Beim Tauchen schließen sich seine Ohren und Nasenlöcher, damit kein Wasser hineinkommt. Seine Augen bleiben offen, damit er seine Beute sehen kann. Und wenn das Wasser trüb ist, helfen ihm seine empfindlichen Schnurrhaare, Bewegungen im Wasser zu ertasten. Nicole Blana, 8 Sandra Hüttig, Landkreis Görlitz, Abteilung für Strukturentwicklung, Wirtschaftsförderung und Internationale Beziehungen Kindheitspädagogik, Hochschule Zittau/Görlitz 9
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