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Auswertung der Befragung

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  • Maedchen
  • Schule
  • Eltern
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Auswertung der Befragung von Schülern an Förder- und Oberschulen des Landkreises Görlitz zur Berufsorientierung, Berufswahl und beruflichen Zukunft

Ebenfalls untersucht

Ebenfalls untersucht wurde der Zusammenhang zwischen schulischer Leistung und den Zielen nach der Schule. Hierbei wurden alle Schüler analysiert, die ihre Leistungen mit sehr gut bzw. gut einschätzten. Damit gibt es aufgrund der subjektiven Wahrnehmung/Antworten eine gewisse Ungenauigkeit. Die Ergebnisse bestätigen allerdings die erwartete These, dass es gute Schüler an weiterführende Schulen zieht. Hier sind es im Verhältnis fast viermal so viele wie bei Gruppe, die ihre schulischen Leistungen schlechter als „gut“ einschätzt. Abbildung 15: Ziele nach der Schule – Vergleich nach schulischer Leistung („sehr gut/gut“ n=586, „schlechter als gut“ n=411), Angaben in % Die Ergebnisse auf diese Frage wurde von uns auch auf Zusammenhänge zur sozialen Herkunft untersucht. Wir wollten wissen, welche Auswirkungen es auf die Ziele nach der Schule hat, wenn Jugendliche in Haushalten mit Arbeitslosigkeit aufwachsen. Ergebnis: Schüler aus Familien, in denen beide Eltern keine Erwerbsarbeit haben, wollen nur zu 27 Prozent in eine betriebliche Ausbildung. Genauso viele sind sich noch unsicher. Mehr als jeder Fünfte gibt an, zunächst eine Berufsvorbereitungsmaßnahme zu besuchen. Eine weiterführende Schule spielt mit nur 3 Prozent kaum eine Rolle. In abgeschwächter Form zeigen sich auch bei den Schülern, wo ein Elternteil arbeitslos ist. Auswirkungen: Immerhin elf Prozent werden voraussichtlich mit einer Maßnahme zur beruflichen Vorbereitung beginnen. Knapp einem Viertel ist noch unklar, was nach der Schule kommt. All diese Punkte sprechen dafür, dass es einen Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit in der Familie und der beruflichen Perspektive der Kinder gibt. 14

Abbildung 16: Ziele nach der Schule – Vergleich nach sozialer Herkunft, Angaben in % 4.2.3 Welchen Beruf möchtest du später erlernen? Die Frage nach den Wunschberufen stellt lediglich eine Momentaufnahme dar, um die aktuellen Trends festzuhalten. Die Umfrageteilnehmer konnten für ihre Antworten aus der kompletten Datenbank der Berufsbezeichnungen der Bundesagentur für Arbeit wählen. Aufgrund der Vielzahl an Möglichkeiten gab es eine große Anzahl an Berufen, die benannt wurde. An der Spitze wurde durch uns eine Zusammenfassung von sehr ähnlichen Berufsbildern vorgenommen, um eine „Hitliste“ aufzustellen. Diese trennen wir nach Geschlechtern. Bei den Mädchen kommen die Gesundheits- und Pflegeberufe auf Platz 1. Zusammengefasst wurden dabei die benannten Berufe „Gesundheits- und Krankenpflegerin“, „Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin“ sowie auslaufende Bezeichnungen wie „Altenpflegerin“ und „Krankenpflegerin“. Auf Rang 2 landet der Beruf der Erzieherin. Die dritthäufigsten Antworten benannten eine Karriere bei Polizei bzw. Bundespolizei als Ziel. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Mädchen auch weiterhin Berufe aus dem Bereich Gesundheit und Soziales favorisieren, was auch die weiteren Ränge in unserer Top 8 belegen. Trotz großer Anstrengungen vieler Seiten ist nicht erkennbar, dass sich Mädchen für technische Berufe öffnen. Abbildung 17: Berufswünsche TOP 8 Mädchen, absolute Nennung, n=300 15

Jugend / Bildung