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Auswertung der Befragung

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Auswertung der Befragung von Schülern an Förder- und Oberschulen des Landkreises Görlitz zur Berufsorientierung, Berufswahl und beruflichen Zukunft

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I. ALLGEMEINE ERKLÄRUNGEN ZUR SCHÜLERBEFRAGUNG Die regionale Koordinierungsstelle für Berufs- und Studienorientierung des Landkreises Görlitz (KOS) arbeitet im Rahmen ihres Projektes an der kontinuierlichen Verbesserung des Überganges Schule – Beruf. Eine frühe, systematische und vor allem praxisbezogene berufliche Orientierung, bei der alle Akteure an einem Strang ziehen, spielt bei der zukünftigen Fachkräftesicherung eine entscheidende Rolle und wird in den nächsten Jahren einen immer wichtigeren Stellenwert einnehmen. Priorität haben dabei nunmehr die Evaluierung der eingeführten Instrumente, deren qualitative Weiterentwicklung und eine Optimierung der neu geschaffenen Strukturen, Kooperationen und Netzwerke. Deshalb hat die KOS im Rahmen ihrer Tätigkeit eine Schülerbefragung zur beruflichen Orientierung in Auftrag gegeben. Diese Befragung wurde durch den Lausitz Matrix e. V. übernommen. Auf folgende Fragen versuchte die Befragung Antworten zu erhalten: • Welche Instrumente der BO/StO im Landkreis Görlitz sind bekannt? Wie werden sie von den Schülern bewertet? • Wie haben sich die landkreiseigenen Instrumente etabliert? • Welche Unterstützer sind für Schüler wichtig? • Wie fühlen sich Jugendliche auf das Berufsleben vorbereitet? • Welche Ausbildungswege favorisieren die Schüler? • Wo sehen die Jugendlichen ihre Zukunft? • Wovon hängt es ab, ob Jugendliche die Region verlassen oder bleiben möchten? • Wie schätzen Jugendliche die Perspektiven im Landkreis Görlitz ein? • Gibt es Zusammenhänge zwischen sozialer Herkunft und der Einschätzung der eigenen Perspektiven? • Gibt es Unterschiede bei der Einschätzung und den Zielen zwischen Jungen und Mädchen? Die Ergebnisse beruhen auf subjektiven Einschätzungen der Schülerinnen und Schüler. Eine wissenschaftlich fundierte Einschätzung ist auf dieser Grundlage nicht möglich. Gleichwohl dient die Befragung mit ihren Ergebnissen, einen fundierten Überblick über die Berufs- und Studienorientierung sowie die beruflichen Ziele der Schüler im Landkreis Görlitz zu bekommen. II. TEILNEHMERSTATIK UND BEFRAGUNGSAUFBAU Als Zielgruppe für die Befragung wurden die Klassenstufen 8 bis 10 an den Oberschulen und Förderschulen im Landkreis Görlitz festgelegt. Damit sprachen wir in Summe 3.759 Schülerinnen und Schüler an. Die Schülerbefragung wurde im Schuljahr 2016/17 von Anfang September bis Ende Oktober 2016 durchgeführt. Für die Durchführung der rein online-basierten Befragung wurde vorab das Einverständnis der Eltern und der Sächsischen Bildungsagentur eingeholt. Entwickelt wurde der Fragebogen in enger Abstimmung mit der Agentur für Arbeit Bautzen. Es beteiligten sich Schülerinnen und Schüler von 23 Schulen aus dem Landkreis Görlitz. Damit gab es nur sieben Schulen, aus denen keine Teilnehmer kamen. Das entspricht einer Beteiligungsquote von rund 77%. An der Befragung nahmen 992 Schüler teil. Das sind 26% der angesprochenen Jugendlichen. Die Verteilung der Geschlechter war nahezu ausgewogen. Es beteiligten sich 508 Jungen und 488 Mädchen, was einem Verhältnis von 51% zu 49% entspricht. Bezogen auf die Schularten lag die Beteiligung an den Oberschulen mit 24,9% deutlich hinter den Förderschulen, wo sich 46,1% aller angesprochenen Schüler beteiligten. Bezogen auf die gesamte Gruppe der Befragungsteilnehmer stellen die Förderschüler einen Anteil von 12,5% (124 Teilnehmer). Besonders hoch ist die Quote in der Klassenstufe 8, wo 21,1% aller Befragten eine Förderschule besuchen. An den Oberschulen lag die Beteiligung in Klassenstufe 9 am höchsten (29,3%), gefolgt von Klasse 8 (25,3%) und Klasse 10 (18,5%). 5

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