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Chronik der Naturschutzarbeit (Band I)

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Naturschutzarbeit im Landkreis Löbau-Zittau

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• • • • • • • • • • • • Anfänge • • • • • • • des • • Naturschutzes • • • • • • • • • • • bis • • 1945 • • • • • • • • *Geschützte Pflanzen Es ist wohl kein Zufall, dass im Gesetz als erster Gegenstand die zu schützenden Pflanzen genannt werden. Keine Macht der Welt vermag die Mehrzahl der bereits ausgerotteten Pflanzen, die alle einmal deutsche Heimaterde schmückten, an ihrem vernichteten Standort wieder heimisch zu machen. Um so heißer muss unser aller Bemühen sein, die in die Gegenwart geretteten Pflanzenschätze zu hüten. Wer ohne Not oder gar mutwillig eine Pflanzenart umbringt, die seine Heimat auszeichnet, begeht einen Raub, ein Verbrechen an seinem Volk.“ … Für das Land Sachsen sind bisher 23 Arten oder Pflanzengruppen unter Gesetzesschutz gestellt. 17 davon sind in der sächsischen Oberlausitz vertreten …: Beispiele: Leberblümchen (Hepatica nobilis (L.) Schreb.) Vorkommen: „… sehr zerstreut in den Kreisen Löbau und Zittau, am reichsten noch auf den Basaltbergen. Der himmelblaue Frühlingsbote hat noch immer keine Ruhe und ist vielerorts durch Ausgraben vernichtet!“ Leberblümchen, Foto: Werner Münster Aronstab (Arum maculatum L.) Vorkommen: „Kommt nur auf wenigen Bergen: Valtenberg, Löbauer Berg, Rotstein, Schönauer Hutberg, daselbst aber reichlich und ungefährdet vor. Vom Schönbrunner Berg und der Lausche gilt die Pflanze als verschollen.“ Früchte des Aronstabes, Foto: W. Münster Arnika (Arnica montana L.) „Die früher fast im ganzen Gebiete verbreitete, im Bergland früher häufige Pflanze wird immer seltener. Unbekümmert um das Verbot werden die würzigen Blüten, wo immer auch nur eine aufleuchtet, zum ‚Aufsetzen‘ mitgenommen. Schärfste Kontrolle und Aufklärung seitens aller Pflanzenschützer und Naturfreunde ist hier ganz besonders dringend am Platze.“ Arnika, Foto: NSZ 15

Die Naturwissenschaftliche Gesellschaft in Zittau Aus: Wolfram Lange: Dr. Curt Heinke und die naturwissenschaftliche Gesellschaft in Zittau. In: Berichte der Naturforschenden Gesellschaft 13: 3–20 (2005) In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts gründeten sich auch in der Oberlausitz naturforschende Gesellschaften in dem Bestreben, sich verstärkt der Erforschung der Natur zu widmen. So kam es 1811 zur Gründung der Ornithologischen Gesellschaft in Görlitz. Aus dieser ging im Jahre 1923 die „Naturforschende Gesellschaft zu Görlitz“ (heute „Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz“) hervor. Es folgten weitere Vereinsgründungen. Im Jahre 1833 entstand die „Naturwissenschaftliche Gesellschaft ISIS in Dresden“. Infolge dessen gründete sich der „Verein Budissiner Naturfreunde“ , später als „Naturforschende Gesellschaft ISIS zu Bautzen“ weitergeführt. Auch in einigen größeren Industriedörfern kam es zur Gründung solcher Gesellschaften. Dazu gehörte u. a. der „Verein Saxonia“ in Großschönau, der sich 1849 gründete. Nach dem Tode von Alexander von Humboldt im Jahr 1859 entstanden nach einem Aufruf vielerorts die „Humboldtvereine“. In der Oberlausitz gründeten sich in diesem Zuge 1861 die „Humboldtvereine“ in Oderwitz und Ebersbach. Auf Initiative von Dr. Oswald Oskar Friedrich wurde ein Verein für Naturkunde in Zittau gegründet, zunächst mit 14 Mitgliedern. Später wurde dieser Verein in „Globus“ umbenannt. Eine Satzungsänderung im Jahre 1876 führte dazu, dass sich dieser Verein nun mehr mit der Erschließung des Zittauer Gebirges für den Tourismus beschäftigte. Im Jahre 1912 gründete sich eine „Naturwissenschaftliche Gesellschaft“ in Zittau, in die nach einem Aufruf sogleich 70 Mitglieder eintraten. Der Lehrer Dr. Bernhard Bruhns wurde zum Vorsitzenden gewählt. Es entfaltete sich eine rege Vortragstätigkeit mit Beiträgen aus allen Bereichen der Naturwissenschaften. Nach Ausbruch des Ersten Weltkrieges und dem Tod von Dr. Bruhns kam die Vereinstätigkeit zunächst zum Erliegen. Sein Nachfolger wurde der Gaswerkdirektor Adolf Wilhelm. Am 29.6.1922 löste Dr. Curt Heinke (1890–1934) ihn im Vorsitz ab. Heinke war seit 1917 Lehrer am Realgymnasium Zittau. Seine Tätigkeit wirkte sehr aktivierend auf alle Bereiche der Vereinstätigkeit. Es gab nun wieder regelmäßige Versammlungen und Aktivitäten: Vorträge, Diskussionsabende, Gruppensitzungen sowie Exkursionen, Wanderungen und eine Bücherei. Zu dieser Zeit gab es fünf Fachgruppen: (exakte Naturwissenschaften, Medizin, Biologie, Geografie und Ethnografie). Auf Initiative von Dr. Curt Heinke wurde durch die Naturwissenschaftliche Gesellschaft in Zittau die geologische Heimatausstellung durchgeführt. Durch diese Ausstellung wurde das Interesse vieler Bürger für die Naturwissenschaften geweckt, was sich in den Besucherzahlen niederschlug. Im Jahre 1923 wurde im Johanneum, dem damaligen Realgymnasium, das Geologische Heimatmuseum eröffnet, das bereits im ersten Jahr große Besucherzahlen erreichte. Sein treuster Mitstreiter beim Aufbau war Schlossermeister Oskar Mießler. Durch Schenkungen durch Mitglieder des Vereins, der Volkshochschule sowie der Schüler konnten die Bestände des Museums kontinuierlich erweitert werden. Nach dem Umbau des Gymnasiums im Jahre 1925 wurde dem Museum die vorherige Rektorwohnung zur Verfügung gestellt, so dass sich die Ausstellungsfläche vergrößerte und nun auch Platz für biologische Präparate gewonnen wurde. 16

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