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Chronik der Naturschutzarbeit (Band II)

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Naturschutzarbeit im Niederschlesischen Oberlausitzkreis (NOL)

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• • • • • • • • • • • • • • • • • • Naturschutzarbeit • • • • • • • • • • • • • nach • • • 1989 • • • • • • • • Archiv der UNB des Landkreises Görlitz 105

1990 1. Jahrestagung (Gründungstagung) der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz e. V. Auf dem Tagungsprogramm standen zehn Vorträge, darunter auch zu Themen, die den Artenschutz und naturschutzfachliche Belange des Niederschlesischen Oberlausitzkreises betreffen. Die Veröffentlichung erfolgte in den Berichten der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz – Band 1 (1991): Die Gründung der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz am 22. September 1990 war Wiederauferstehung und Neubeginn zugleich. Nach Beendigung des 2. Weltkrieges hatte die Sowjetische Militäradministration weder der Naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz noch der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Isis Bautzen oder anderen derartigen Vereinigungen in der Oberlausitz die Fortsetzung ihrer Tätigkeit gestattet. Die eingesetzte Regierung der DDR zementierte diese Entscheidung. Dem damaligen Görlitzer Museumsdirektor DR. TRAUGOTT SCHUL- ZE gelang es aber, mit dem beginnenden Aufbau des „Staatlichen Museums für Naturkunde zu Görlitz“ auch die seit 1827 erschienenen „Abhandlungen der Naturforschenden Gesellschaft zu Görlitz“ als „Abhandlungen und Berichte des Naturkundemuseums – Forschungsstelle-Görlitz“ ab 1954 fortzusetzen. Bis 1990 konnte diese Reihe ihren Publikationsumfang vervielfachen, ein schöner Beweis reger naturkundlicher Tätigkeit in der Oberlausitz. Inhaltlich umfasste diese Reihe einerseits wissenschaftliche Abhandlungen aus dem Görlitzer Museum, andererseits Berichte zur Naturforschung in der Oberlausitz. Die letzteren wurden vor allem in den turnusmäßigen „Symposien über die Naturwissenschaftliche Forschung in der Oberlausitz“ zusammengetragen – eine systemunabhängige Überlebensform der Naturforschenden Gesellschaft. Hier waren auch Langzeitprojekte wie die „Ornis der Oberlausitz“ oder die „Floristischen Beobachtungen in der Oberlausitz“ verankert. Wesentlichen Anteil an diesen Aktivitäten hatte der 1958 gegründete „Naturwissenschaftliche Arbeitskreis Oberlausitz“ im damaligen Kulturbund, der sich unter anderem auch um eine Fortsetzung der Bautzener Publikationsreihe „Natura Lusatica“ bemühte. In ihm lebte nicht zuletzt auch die „Isis Bautzen“ mit Beharrlichkeit und bemerkenswertem Erfolg weiter. Dieser Tradition folgte nun die Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz mit der Beibehaltung des Leberblümchen-Blattes (Hepatica nobilis), eines Wahrzeichens der Oberlausitzer Basaltflora, als Symbol, das auch die „Berichte“ tragen werden. Die Ergebnisse der in dieser traditionellen Gemeinsamkeit fortgesetzten naturwissenschaftlichen Arbeit in der Oberlausitz finden nunmehr erstmals ihren Niederschlag in den „Berichten der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz“. Sie sollen fortan das Leben der Gesellschaft widerspiegeln und stehen zur Publikation aller naturkundlichen Befunde, die die Oberlausitz betreffen, zur Verfügung. Dies gilt auch für langfristige konzipierte Publikationsreihen wie die „Floristischen Beobachtungen in Oberlausitz und Elbhügelland“, die in traditioneller Form in den vorliegenden Band aufgenommen wurden. Die fast abgeschlossene Reihe „Ornis der Oberlausitz“ soll allerdings im bisherigen Rahmen der „Abhandlungen und Berichte des Naturkundemuseums Görlitz“ beendet werden … Wolfram Dunger Vorwort zum Band 1 Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz, 1991 (Auszug) 106

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