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Chronik der Naturschutzarbeit (Band II)

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Naturschutzarbeit im Niederschlesischen Oberlausitzkreis (NOL)

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• • • • • • • • • • • • • • • • • • Naturschutzarbeit • • • • • • • • • • • • • nach • • • 1989 • • • • • • • • All die Jahre hatte ich für ein breites Angebot an Veranstaltungen gesorgt. Es gab Kurse und Schulungen für Schüler, ABM, Umweltrecht. 14 Universitäten haben ihre Praktika bei uns durchgeführt. Mehrtägige Seminare galten der Schulung über einzelne Tier- und Pflanzengruppen, aber auch der Naturfotografie. Verbände, Gesellschaften und Parteien nutzten das Haus für ihre Tagungen. Unter den Kulturveranstaltungen - Konzerte, Ausstellungen – blieb ein Auftritt der Philharmonie aus Minsk unvergessen, ein Dank für die Betreuung zahlreicher Kinder aus der „Tschernobylregion“, die jährlich zur Erholung bei uns waren. Gründungsmitglieder Besuch aus Bonn Fotos: Dr. Hans-Dieter Engelmann 109

1991 Naturschutzstrategie in der Region Oberlausitz/ Niederschlesien Die Landräte der zur Region Oberlausitz/ Niederschlesien gehörenden Landkreisen Bautzen, Bischofswerda, Görlitz, Hoyerswerda, Kamenz, Löbau, Niesky, Weißwasser, Zittau sowie der Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt Görlitz haben sich zu einem Konvent zusammengeschlossen. Dadurch soll die Arbeit auf allen Sachgebieten untereinander abgestimmt und zu treffenden Entscheidungen koordiniert werden. Anlässlich der ersten Beratung der Naturschutzverantwortlichen am 1.2.1991 in Bautzen wurde vereinbart, vierteljährlich ein Treffen im Naturschutzzentrum Niederspree durchzuführen. Außerdem konnte ein gemeinsamer Standpunkt zur Nord-Süd-Autobahntrasse Cottbus–Zittau erarbeitet werden. Danach kann der von den Straßenplanern beabsichtigten Querung des Naturparkes Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft zwischen Weißenberg und Uhyst nicht zugestimmt werden. Der Naturpark soll dazu dienen, eine weitgehend naturnahe, großräumige Kulturlandschaft zu erhalten und weiter zu entwickeln. Dabei entspricht das Schutzziel eher einem Biosphärenreservat als einem Naturpark im herkömmlichen Verständnis. Ein Schwerpunkt der Arbeit wird die Entwicklung eines zukunftsträchtigen Finanzierungsmodells für das Naturschutzzentrum „Schloss Niederspree“ sein. Eine Möglichkeit stellt die Bildung eines kommunalen Zweckverbandes dar. Die Bereitschaft zur Mitgliedschaft besteht seitens des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landesentwicklung, der umliegenden Landkreise, der Stadt Görlitz, der Verwaltungsgemeinschaft Rothenburg sowie der Gemeinden Daubitz und Spree. Im Naturschutzzentrum können bei gesicherter Finanzierung Lehrgänge im Umwelt- und Naturschutz für ehrenamtliche Helfer, für hauptamtlich beschäftigte Mitarbeiter aus Verwaltungen und Betrieben, für Schüler- und Jugendgruppen und für Mitglieder von Verbänden zum Selbstkostenpreis veranstaltet werden. Außerdem kann die Betreuung des Naturschutzgebietes Niederspree durch einen im Naturschutz eingestellten Naturschutzwart gewährleistet werden. Die Aufgabenzuweisung erfolgt auf der Grundlage der Behandlungsrichtlinie sowie nach Beratung im Beirat des Naturschutzzentrums. Dem Beirat gehören Vertreter des Institutes für Landschaftsforschung und Naturschutz Halle, Arbeitsgruppe Dresden und der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz e. V., der Bezirksnaturschutzbeauftragte, die Kreisnaturschutzbeauftragten von Weißwasser und Niesky, der Leiter und der Naturschutzwart des Naturschutzzentrums, der Obmann für die Wasservogelforschung, der Leiter des Umweltschutzamtes Niesky sowie der Leiter der Fachgruppe Ornithologie Niesky des Naturschutzbundes Deutschland an. Die Abstimmung der Bewirtschaftungsaufgaben mit den Nutzern im Naturschutzgebiet, insbesondere die Forstwirtschaft, die Fischerei und die Jagd betreffend, übernimmt das Landratsamt Niesky. Während das Naturschutzgebiet Niederspree dem Massentourismus verschlossen bleiben muss, bieten sich an der Talsperre Quitzdorf, einem Feuchtgebiet von nationaler Bedeutung, beste Voraussetzungen sowohl großflächige Schutzgebiete zu erhalten oder neu einzurichten, als auch die bestehenden Ferieneinrichtungen vor allem qualitativ aufzuwerten. Dazu liegt eine Studie, die im Auftrage des Landratsamtes Niesky erarbeitet wurde, vor. … In den nächsten 18 Monaten müssen die einstweilig gesicherten Gebiete einen rechtsgültigen Schutzstatus erhalten. Das betrifft neben einer großen Zahl von Flächennaturdenkmälern u. a. auch solche großräumigen Gebiete wie die Landschaftsschutzgebiete Muskauer Faltenbogen, Neißeaue in den Landkreisen Görlitz, Niesky und Weißwasser sowie das Horkaer Torfmoor, auch als Doras Ruh bekannt, im Kreis Niesky. Zur besseren Kenntnis der Naturausstattung wird die un- 110

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