Aufrufe
vor 3 Jahren

Chronik der Naturschutzarbeit (Band II)

  • Text
  • Chronik
  • Tiere
  • Pflanzen
  • Naturschutzarbeit
  • Natur
  • Naturschutz
  • Landkreis
  • Naturschutzhelfer
Naturschutzarbeit im Niederschlesischen Oberlausitzkreis (NOL)

• • • • • •

• • • • • • • • • • • • • • Umweltbildung • • • • • • • • • • • im • • Wandel • • • • • der • • • Zeit • • • • • • • Gruppe Reichenbach in der 1970er Jahren Anbringung eines Nistkastens in der 1990er Jahren Archiv Station Junge Naturforscher und Techniker Reichenbach 175

Spezialistenlager haben eine lange Tradition im Landkreis NOL Naturwissenschaftliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der Oberlausitz Von Christine Brozio und Monika Opitz (Auszüge) Zu jeder Zeit gab und gibt es engagierte Lehrer, die sich bemühten, ihre Begeisterung für die Natur auch ihren Schülern zu vermitteln. Die Zusammenarbeit von Schulen und der Naturforschenden Gesellschaft reicht bis in das Jahr 1837 zurück. Sie wurde ausgelöst durch die Bitte der Bürgerschulddirektion zur Mitnutzung der Sammlung des Museums für Naturkunde Görlitz für Unterrichtszwecke. Diese Bitte erfüllte sich aber erst ab 1872 für die Görlitzer Volksschule (ANSORGE 1987). Ebenfalls bis in die 1960er Jahre zurück reichen Aktivitäten zur naturkundlichen Arbeit mit Kindern im Altkreis Weißwasser. Reinhold Herrmann, Biologielehrer und Fachberater für Biologie, der zu dieser Zeit auch die Funktion des ehrenamtlichen Kreisnaturschutzbeauftragten erfüllte, führte in Weißwasser biologische Spezialistenlager durch. Bis ins hohe Alter begleitete er im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften oder Ferienveranstaltungen Schüler auf Exkursionen in die Naturschutzgebiete der heimatlichen Region, zum Beispiel in den Urwald Weißwasser oder das Altteicher Moor mit den Jeseritzen. Auch junge Lehrer erhielten Anregungen zur Beschäftigung mit der heimatlichen Natur und zur Einbeziehung der Schüler in diese Tätigkeit. Im Zusammenwirken mit Gisela Sobirey von der Station Junger Naturforscher und Techniker in Weißwasser engagierten sich besonders Fritz und Christine Brozio für die Förderung an der Natur interessierter Kinder. In den Mai- bzw. in den Sommerferien wurden biologische Spezialistenlager durchgeführt. In Arbeitsgruppen mit botanischen, entomologischen, ornithologischen oder limnologischen Arbeitsaufträgen erweitern die Lehrgangsteilnehmer ihre naturkundlichen Kenntnisse. Naturschutzhelfer und Biologielehrer, zum Beispiel Klaus Herzog und Eberhard Stanke, unterstützten die Arbeit mit den Schülern. So entstanden einfache Kartierungen, die in der aktuellen Naturschutzarbeit immer noch wertvolle Hinweise zum Arteninventar zum Beispiel im Naturschutzgebiet Altes Schleifer Teichgelände oder zum Braunsteich geben. Es gelang, Spezialistenlager mit biologischen Inhalten auch nach 1990 weiterzuführen. Auf der Suche nach neuen Formen der Interessenentwicklung organisierte im Zweckverband „Naturschutzregion Neiße“ Bettina Toth in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Akademie für Umwelt und Natur 1995 bis 2005 internationale Naturschutzkurse. Diese Kurse verfolgten das Ziel, deutsche, polnische und ungarische Jugendliche aus vom Bergbau betroffenen Regionen zusammenzuführen und Möglichkeiten der Naturschutzarbeit zu vermitteln. Berichte der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz 20: 27–42 (Görlitz 2012) 176

Jugend / Bildung

Strategie / Planung