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Chronik der Naturschutzarbeit (Band II)

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Naturschutzarbeit im Niederschlesischen Oberlausitzkreis (NOL)

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• • • • • • • • • • • Artenschutz • • • • • • • • • und • • • Artenschutzprojekte • • • • • • • • • • • • • • • • • • • Birkhuhn (Tetrao tetrix) Gefährdung Sachsen: Rote Liste 1 – vom Aussterben bedroht Schutz BRD: streng geschützt Schutz EU: Vogelschutz-Richtlinie Lebensraum: Moore und Heideflächen Balz auf weiten, offenen Heiden, Brut auf halboffenen, verbuschten Flächen mit höherer Krautschicht Artenschutz: Erhaltung und Entwicklung geeigneter Lebensräume, z. B. zugewachsene Heiden und Lichtungen werden freigestellt, Moore wieder vernässt und Wiesen extensiv genutzt. Schutzmaßnahmen zur Erhaltung und Entwicklung der nach 1954 im Altkreis Weißwasser wieder angesiedelten Birkhühner Das Naturschutzgebiet Hermannsdorfer Moor als Tierschutzgebiet zum Schutz und zur Hege des Birkhuhns Weil im Hermannsdorfer Gebiet auf die Dauer keine Existenzmöglichkeit für das Birkhuhn erhalten werden konnte, wenn die geplanten Aufforstungen gelingen, wurden ab 1963 entsprechende Maßnahmen vorbereitet und per 11.2.1964 das Naturschutzgebiet (NSG) „Hermannsdorfer Moor“ gebildet. Als NSG-Betreuer wurde Prof. Dr. Werner Erteld eingesetzt. Die vom Kreisnaturschutzbeauftragten Ulbricht vorgeschlagene Flächenbildung wurde umgesetzt und die gemeinsam mit Dr. K. H. Großer als Leiter des Institutes für Landesforschung und Naturschutz Potsdam (ILN) erarbeiteten Behandlungsgrundsätze weitgehend Gesetz. Als wichtigste Maßnahmen im NSG waren festgeschrieben: – Reduzierung der Birkennaturverjüngung um mindestens 50 % und Wiederholung dieser Freihiebe jeweils nach 3 Jahren – keine Aufforstungen – Vom 15. März bis 15. Mai dürfen keine Arbeiten im NSG durchgeführt werden. Das betraf forstwirtschaftliche, wasserwirtschaftliche und jagdwirtschaftliche Arbeiten. – Meliorationsarbeiten (Rothwassergraben) sind mit den Naturschutzbehörden und dem ILN abzustimmen. – Das Aufstellen von Hochsitzen, die Errichtung von Wildfütterungen und die Anlage von Wildäckern ist im NSG unzulässig. Diese Festlegung war allerdings in Teilen von vorn herein strittig. Das vorhandene Wildfeld in der Abteilung 88 wurde zum Vorteil des Birkwildes nach entsprechender Abstimmung dann doch wieder bestellt und an dieser Stelle eine geschlossene Beobachtungskanzel errichtet. Eberhard Ulbricht und Alfred Feiler: Raufußhühner im Altkreis Weißwasser. Eine Dokumentation unter besonderer Berücksichtigung der Habitatstrukturen und der Zeit nach 1945. 191

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