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Chronik der Naturschutzarbeit (Band II)

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Naturschutzarbeit im Niederschlesischen Oberlausitzkreis (NOL)

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• • • • • • • • • • • • • • • • • Naturschutzarbeit • • • • • • • • • • • • • 1949–1989 • • • • • • • • • • • • BRUCHHOLZ, SIEGFRIED / Forstingenieur aus Rothenburg (1965): Das Naturschutzgebiet „Niederspreer Teiche“. In: Naturschutzarbeit und naturkundliche Heimatforschung in Sachsen, 7. Jg., Heft 1/2, August 1965, S. 3–7 Mit einer Größe von 874 ha ist das NSG ein Teil des insgesamt 4 284 ha großen „Wildforschungsgebietes Spree“ der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften zu Berlin. Wildforschung und Naturschutz bilden hier eine glückliche Symbiose. […] Von der Gesamtfläche des NSG entfallen rund 500 ha auf Teichflächen, von denen aber nur knapp 300 ha regelrechte Wirtschaftsfläche darstellen; der Rest besteht aus umfangreichen Verlandungszonen mit Schilf-, Rohr-, Binsen- und Seggenbeständen. Alle Teiche wurden künstlich angelegt. […] Die Teichflächen unterliegen einer intensiven Bewirtschaftung mit all den Begleitumständen, wie sie die moderne Karpfenwirtschaft fordert. Schilfschnitt, Düngung, Fütterung usw. werden durchgeführt. Alle Teiche werden jährlich im Herbst gefischt und liegen den Winter über trocken, um dann im Frühjahr wieder angespannt zu werden. […] Schon lange ist der Tierreichtum, speziell die Vogelwelt des Teichgebietes am Spreer Heidehaus (so nannte man das jetzige NSG Niederspreer Teiche) bekannt, gehört doch die Oberlausitz zu jenen Gebieten, die seit je faunistisch intensiv durchforscht wurden. Es darf in diesem Zusammenhang erinnert werden, dass Johann Gottlieb Krezschmar am 10. 4. 1811 in Görlitz die „Ornithologische Gesellschaft“ gründete, den ersten ornithologischen Verein der Welt überhaupt. Gegenwärtig sind es besonders Menzel, Wobus, Krause, Schernick, Helbig und Mahling von der Fachgruppe Ornithologie Niesky, die manche wertvolle Beobachtungen zusammengetragen haben. Die Fachgruppe stellte auch ihre Unterlagen zur Verfügung für eine Arbeit „Die Wirbeltierfauna des NSG Niederspreer Teiche von 1900 bis heute“, die ich [S. Bruchholz] 1964 anfertigen konnte.“ Im NSG kommen einige charakteristische bzw. seltene Arten vor, beispielsweise die Reptilienarten Sumpfschildkröte und Kreuzotter sowie aus der Vogelfauna Wiedehopf, Eisvogel, Blauracke, Baumfalk, Turmfalke, Wanderfalke, Steinadler, Schrei- und Schelladler, Rohrweihe, Schwarzer Milan, Wespenbussard, Habicht, Sperber, See- und Fischadler, Fischreiher, Weißstorch, Schwarzstorch, Große Rohrdommel, Graugans, Stock-, Krick-, Knäck-, Löffel-, Schnatter-, Moor- und Schellente, Hauben-, Rothals-, Schwarzhals- und Zwergtaucher, Trauerseeschwalbe, Lachmöwe sowie Kranich. Unter den bemerkenswerten Säugetier-Vorkommen des NSG sind Fischotter und Fledermausarten zu nennen. Schwarzhalstaucher Foto: Dr. Hans-Dieter Engelmann 51

1971 Deutscher Kulturbund Niesky, Kreisfachgruppe Ornithologie, Vorsitzender und amtierender KNB Franz Menzel an den Rat des Kreises Niesky, Abteilung Jugendfragen, Körperkultur und Sport, Kreisnaturschutzverwaltung, vom 7.4.1971: Talsperre Quitzdorf – Wasservogelschutzgebiet 1972 Rat des Kreises Niesky, Abteilung Jugendfragen, Körperkultur und Sport, Kreisnaturschutzverwaltung, Dieckmann, an den Rat des Bezirkes Dresden, Abteilung Fremdenverkehr, Landeskultur, Bezirksnaturschutzverwaltung, vom 20.6.1972: Talsperre Quitzdorf – Wasservogelschutzgebiet 1974 Wasserwirtschaftsdirektion Dresden, Oberflussmeisterei Dresden, Flussbereich Görlitz, Außenstelle Zittau, an den Rat des Kreises Niesky, vom 8.5.1974: Talsperre Quitzdorf – geplante Naturschutzgebiete (Bedenken wegen Eingriffen in Flora und Fauna, Insektizideinsatz) 1974 vom 30.5.1974: Talsperre Quitzdorf – geplante Naturschutzgebiete (Einspruch gegen Ausweisung als NSG) 1974 Rat des Kreises Niesky, Abteilung Jugendfragen, Körperkultur und Sport, Leiter Dieckmann, an den Rat des Bezirkes Dresden, Abteilung Fremdenverkehr, Landeskultur BNO , vom 13.9.1974: Naturschutzgebiete Talsperre Quitzdorf 1974 Unterschutzstellung der Stauwurzel der Talsperre Quitzdorf als Naturschutzgebiet. Beschluss des Bezirkstages Dresden vom 4.7.1974 Talsperre Quitzdorf, Foto: NSZ 52

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