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Datenreport Kita 2017

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www.nachbarsprachen-sachsen.eu

16 In 157 (28,8%) der

16 In 157 (28,8%) der 545 Einrichtungen wurden Kinder aus Familien betreut, in denen Polnisch und/oder Tschechisch die Muttersprache mindestens eines Elternteils ist. Insgesamt traf dies auf 502 Kinder zu. Das entspricht weniger als 2% der Kinder zwischen 0 Jahren bis zum Schuleintritt, die in den an der Datenerhebung teilgenommenen Einrichtungen insgesamt betreut wurden. Bei 249 der 502 Kinder betraf dies die Nachbarsprache Polnisch und bei 253 Kindern die Nachbarsprache Tschechisch. 117 dieser 502 Kinder waren mit einem Wohnsitz im Nachbarland gemeldet, davon 26 Kinder in Polen und 91 Kinder in Tschechien. Die Kinder mit einem Wohnsitz in Polen wurden, mit Ausnahme eines Kindes, in Kitas des Landkreises Görlitz betreut. In 28 (5,1%) der 545 Kitas arbeiteten insgesamt 34 muttersprachlich-polnische bzw. muttersprachlich-tschechische Pädagogen/-innen. Davon waren 19 Personen innerhalb des Personalschlüssels und 15 Personen außerhalb des Personalschlüssels nach dem Sächsischen Gesetz zur Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen (Gesetz über Kindertageseinrichtungen - SächsKitaG) zugeordnet. In 35 Einrichtungen (6,4%) der 545 Kitas arbeiteten Pädagogen/-innen, die keine polnischen bzw. tschechischen Muttersprachler/-innen sind, aber über Kenntnisse in einer der Nachbarsprachen Polnisch bzw. Tschechisch verfügen. Darunter waren 39 Personen mit Polnisch- und 28 Personen mit Tschechischkenntnissen. Bis auf drei Ausnahmen befanden sich die Kitas, in denen Pädagogen/-innen mit Sprachkenntnissen in Polnisch arbeiten, ausschließlich im Landkreis Görlitz. 4.3 Aktive Kitas Unter den 545 Einrichtungen, die sich an der 1. Datenerhebung im Rahmen des Monitorings zur frühen nachbarsprachige Bildung in den Kitas der sächsischen Grenzregionen beteiligt haben, konnten 64 aktive Kitas (11,7%) identifiziert werden. Als „aktive Kitas“ werden dabei, im Sinne des unter 2.1 beschriebenen Begriffsverständnisses, Kitas bezeichnet, die eine Kita-Partnerschaft mit einer Einrichtung im Nachbarland Polen bzw. Tschechien pflegen und/oder ein Angebot der Nachbarsprach- und Kulturvermittlung innerhalb der Kita anbieten. 26 (40,6%) dieser aktiven Einrichtungen befanden sich in kommunaler, 38 (59,4%) in freier bzw. privater Trägerschaft. 46 der 64 aktiven Kitas orientierten sich bzgl. ihres Sprachangebotes und/oder ihrer Partnerschaft nach Tschechien, 20 Kitas orientierten sich nach Polen. Zwei Einrichtungen darunter nahmen Bezug auf beide Nachbarländer. Setzt man dies in

17 Relation zur Länge der sächsischen Grenze zum jeweiligen Nachbarland, so entfiel auf 10 km Grenze zu Tschechien (insgesamt 454 km) durchschnittlich eine aktive Kita mit Nachbarsprachbezug Tschechisch, während es durchschnittlich 1,5 Kitas mit Polnisch- Bezug pro 10 km Grenze zu Polen (insgesamt 123 km) waren. Eine Auflistung der ermittelten 64 aktiven Kitas befindet sich in Anlage 2. Sie verteilen sich wie folgt auf die 6 untersuchten Landkreise (vgl. Abb. 4): 70 Verteilung aktive Kitas nach Landkreisen 60 50 40 30 20 10 0 GESAMT LK V LK E LK MS LK SSO LK BZ LK GR Anzahl der aktiven Kitas Nachbarlandbezug CZ Nachbarlandbezug PL Abb. 4: Verteilung der aktiven Kitas 2017 nach Landkreisen Die geografische Verteilung der aktiven Kitas nach Nachbarlandbezug ist in der Anlage 1a kartografisch dargestellt. 4.3.1 Nachbarsprachlernangebote Insgesamt unterbreiteten 55 der 64 aktiven Einrichtungen ein Nachbarsprachlernangebot. In mehr als der Hälfte dieser Einrichtungen (32 Kitas) fand das Sprachlernangebot in Polnisch bzw. Tschechisch regelmäßig statt bzw. war kontinuierlich in den Kita-Alltag integriert. Hierzu zählen beispielsweise alltagsintegrierte Sprachanwendung, spielerische Sprachanimation, das Erlernen nachbarsprachiger Lieder und/oder Reime im Morgenkreis, immersives Sprachenbad etc. 4 Knapp drei Viertel (40 Einrichtungen) führten zeitlich befristete Nachbarsprachlernangebote durch. Darunter sind solche Angebote zu verstehen, die in einem begrenzten Zeitrahmen durchgeführt, aber nicht kontinuierlich angeboten werden. 4 Vgl. Anlage 4a, Frage 2.1

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