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Datenreport Kita 2017

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www.nachbarsprachen-sachsen.eu

4 1 Einordnung Im

4 1 Einordnung Im Zeitraum 2014/2015 hat die Sächsische Landesstelle für frühe nachbarsprachige Bildung (LaNa) im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus (SMK) eine Bestandsaufnahme 1 zu den Aktivitäten von Kindertageseinrichtungen (Kitas) im sächsischen Grenzraum im Bereich der frühen nachbarsprachigen Bildung durchgeführt. Damit wurde erstmalig ein datenbasierter Gesamtüberblick für die sächsisch-polnischen/sächsisch-tschechischen Grenzregionen zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme bildeten die Grundlage für eine fundierte Analyse des erreichten Entwicklungsstandes im Bereich der frühen nachbarsprachigen Bildung in Sachsen und es wurden auch grundlegende Bedarfe in diesem Bereich offen gelegt. Im Rahmen eines breit angelegten interdisziplinären Fachdiskurses konnten daraus konkrete Handlungsempfehlungen für kurz- und mittelfristig zu gehende Schritte hin zu einer kontinuierlichen, alltagsintegrierten nachbarsprachigen Bildungsarbeit in den sächsischen Grenzregionen abgeleitet werden. Sie bilden seither die Richtschnur für die Arbeit der LaNa. Im Prozess der im Zeitraum 2014/2015 durchgeführten Bestandsaufnahme und auch in der Praxis der Zusammenarbeit der LaNa mit Kitas in der Folgezeit wurde immer wieder sichtbar, dass die Daten für diesen Bereich sehr raschen Veränderungen unterliegen. Sie sind u. a. durch das Vorhandensein oder Wegbrechen von Fördermitteln und/oder von Schlüsselpersonen bedingt. Mit Blick auf die angestrebte Verstetigung und Qualitätsentwicklung der Kita-Aktivitäten wurde deshalb, ausgehend von diesen Erfahrungen, 2015 der Aufbau eines kontinuierlichen Monitorings zur frühen nachbarsprachigen Bildung empfohlen 2 . Basierend auf einer regelmäßigen Datenerhebung im sächsischen Vorschulbereich, wird damit das Ziel verfolgt kontinuierlich verlässliche Daten bereitzustellen, um ‣ über einen längeren Zeitraum die Entwicklung der frühen nachbarsprachigen Bildung in Sachsens Grenzregionen datengestützt verfolgen zu können, ‣ eine Schnittstelle zu den jährlich bereit gestellten Schuldaten des Statistischen Landesamtes (StaLa) einzurichten im Hinblick auf die Etablierung durchgängiger Bildungslinien für Polnisch/Tschechisch, beginnend ab der Kita und nahtlos weiterführend in der Grundschule (z.B. Zahl der Schüler/-innen, die ab der Klasse 1 Polnisch bzw. Tschechisch lernen) und 1 LaNa (2015) 2 LaNa (2015), S. 54 ff.

5 ‣ damit ein datenbasiertes Steuerungsinstrument für politische und verwaltungsseitige Entscheidungen zur Verfügung zu haben. In Abstimmung mit dem SMK und dem Expertenbeirat „Frühe nachbarsprachige Bildung in Sachsen“ wurde die LaNa 2016 mit der Entwicklung eines entsprechenden Konzeptes für ein längerfristig angelegtes Monitoring zur frühen nachbarsprachigen Bildung in Sachsens Grenzregionen beauftragt. Das in der Folge erarbeitete Konzept wurde im Juli 2016 mit dem SMK (Referat Kita) abgestimmt und im Oktober 2016 vom Expertenbeirat bestätigt, so dass die LaNa 2017 mit einer ersten Datenerhebung im Rahmen des Monitorings starten konnte. Der vorliegende Report ist das Ergebnis dieser ersten quantitativen Datenerhebung im Rahmen des Monitorings zur frühen nachbarsprachigen Bildung in den sächsischen Grenzregionen. Nach einer Einführung in das Konzept des Monitorings (Kap. 2) erfolgt eine detaillierte Darstellung des methodischen Vorgehens bei der Datenerhebung (Kap. 3). Nachfolgend werden im Kap. 4 die Ergebnisse der ersten Datenerhebung 2017 vorgestellt, wobei mit ausgewählten Daten auch ein Vergleich zur Bestandsaufnahme 2014/2015 gezogen wird. Abschließend erfolgt eine Gegenüberstellung ausgewählter Ergebnisse der 1. Datenerhebung zum Monitoring im Bereich der frühen nachbarsprachigen Bildung für das Kita-Jahr 2016/2017 mit den vom Statistischen Landesamt erhobenen Grundschuldaten aus dem Schuljahr 2017/2018 (Kap. 5) sowie eine zusammenfassende Darstellung der wichtigsten Ergebnisse des vorliegenden Datenreportes 2017 (Kap. 6).

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