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Der European Energy Award (2008-2011)

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Dokumentation 2008 - 2011

Der

Der European Energy Award® im Landkreis Görlitz Dokumentation 20082011 Für die Region liegen bereits einige Studien zum Waldholzaufkommen vor: • SWOT – Analyse „Städteverbund – Kleines Dreieck“ vom Institut für Wirtschafts- und Regionalentwicklung Leipzig von 2005, • Machbarkeitsstudie „Energieholznetzwerk“ vom Institut für Internationale Forst- und Holzwirtschaft Tharandt von 2006, • „Kreislauforientierte Forstwirtschaft“, Abschlussbericht Dezember 2003 vom Internationalen Hochschulinstitut Zittau, • Ermittlung Biomassepotenzial „Holz“ für eine energetische Nutzung im „Kleinen Dreieck“ von der TSS-Forstplanung - Thode Setzer Spinners & Partner. Das Waldrestholzpotenzial wurde auf Basis der vorliegenden Studien analysiert und bewertet. Es berücksichtigt nur das Aufkommen aus dem nachwachsenden Anteil bestehender Waldflächen außerhalb des Nutzholzbedarfes. Görlitz Stadt Landkreis Löbau-Zittau NOL Landkreis Görlitz Waldfläche in ha 362 14.317 59.401 74.080 Waldfläche in % 5 20 44 35 Ökologisch nutzbare Waldfläche (80 %) in ha Waldrestholz in Fm/ha/a waldfrisch Energieholzpotenzial Waldrestholz in GJ/a Tabelle 2:4:1 Energieholzpotenzial aus Waldrestholzanfall 290 11.454 47.521 59.264 290 11.400 47.500 59.190 1.885 74.100 308.750 384.735 Ergänzend dazu kommen die Potenziale aus dem Anfall von Altholz, Baumschnitt und Straßenbegleitgrün. Alt- oder Gebrauchtholz ist ein Holz, welches bereits einen Nutzungsprozess zugeführt worden ist und für eine erneute Verwendung bereit steht. Hierzu zählen Sperrmüll, Baustellenabfälle sowie Bau- und Abbruchsholz. Altholzverwerter rechnen mit ca. 80 kg Altholz pro Einwohner und Jahr. Über die Bevölkerungszahlen der Landkreise wurde der Gesamtanfall ermittelt und in der Tabelle 57 dargestellt. Görlitz Stadt Landkreis Löbau-Zittau NOL Landkreis Görlitz Altholz in t/a 20 % Wassergehalt 4.610 11.471 7.742 23.823 Energieholzpotenzial Altholz in GJ/a Tabelle 2:4:2: Energieholzpotenzial aus Altholzanfall 64.083 159.442 107.612 331.137 Landschaftspflegeholz entsteht durch den Gehölzschnitt von Büschen, Sträuchern und Bäumen, zumeist im kommunalen Bereich aber auch bei privaten Hausbesitzern. Es fällt überwiegend in kommunalen Anlagen und Parks, bei Obstplantagen und Streuobstwiesen sowie an Straßen und Gewässern als Begleitgrün an. Seite 48 von 81

Der European Energy Award® im Landkreis Görlitz Dokumentation 20082011 Für Baumschnitt und Straßenbegleitgrün geben Entsorger mit Erfassungssystem einen Anfall von ca. 30 bis 50 kg pro Einwohner und Jahr an. Über die Bevölkerungszahlen der Landkreise wurde der Gesamtanfall ermittelt und einer Tabelle zusammengestellt. Landschaftspflegeholz in t/a 35 % Wassergehalt Energieholzpotenzial Landschaftspflege in GJ/a Görlitz Stadt Landkreis Löbau-Zittau NOL Landkreis Görlitz 2.305 5.735 3.871 11.911 24.896 61.941 41.806 128.643 Tabelle 2:4:3: Energieholzpotenzial aus Landschaftsholzanfall Ein längerfristig verfügbares Energieholzpotenzial stellen so genannte Kurzumtriebsplantagen dar. Unter Kurzumtriebsholz versteht man schnell wachsende Baumarten, die nach einem Rückschnitt wieder austreiben. Solche Bäume können in kurz bewirtschafteten Umtriebszeiten von 3 bis 5 Jahren geerntet werden. Die daraus gewinnbare Biomasse (größtenteils Hackschnitzel) eignet sich besonders gut für den Einsatz zu Heizzwecken. Diese Plantagen werden verstärkt auf Brachflächen in der Landwirtschaft angelegt. Dazu zählen Stilllegungsflächen und Dauergrünland. Diese Form der Erzeugung von Energieholz bietet den Landwirten aufgrund von Förderbedingungen ein zusätzliches Einkommen. Zur Abschätzung des verfügbaren Energieholzpotenzials auf Kurzumtriebsplantagen wurde mit einem durchschnittlichen Ertrag von 10 t Trockenmasse pro ha und pro Jahr gerechnet. (Durchschnittlicher Ertrag von Weiden im Kurzumtrieb 6 bis 12 t Trockenmasse/ha/a). Görlitz Stadt Landkreis Löbau-Zittau NOL Landkreis Görlitz Landwirtschaftsflächen in ha 3.035 45.060 49.324 97.419 Ackerflächen in ha k. A. 31.246 35.434 66.680 Stilllegungsflächen in ha k. A. 2.402 3.500 5.902 Dauergrünland in ha k. A. 10.055 9.875 19.930 Energieholzpotenzial Stilllegungsflächen in t atro/a Energieholzpotenzial Stilllegungsflächen in GJ/a 24.020 35.000 59.020 432.360 630.000 1.062.360 tatsächlich nutzbar 40 % 172.944 252.000 424.944 Energieholzpotenzial Dauergrünland in t atro /a Energieholzpotenzial Dauergrünland in GJ/a 100.550 98.750 199.300 1.809.900 1.777.500 3.587.400 tatsächlich nutzbar 20 % 361.980 355.500 717.480 Tabelle 2:4:5 Energieholzpotenzial aus Kurzumtriebsplantagen Seite 49 von 81

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