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Der European Energy Award (2008-2011)

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Dokumentation 2008 - 2011

Der

Der European Energy Award® im Landkreis Görlitz Dokumentation 20082011 8.3 Reststoffnutzung zur dezentralen Energiebereitstellung aus Biomasse In der Studie wurden die im Landkreis vorhandenen Rest- und Abfallstoffe ermittelt und die Möglichkeiten der energetischen Nutzung dieser Stoffströme in den Kläranlagen Zittau und Ebersbach sowie einer neu zu errichtenden Bioabfallbehandlungsanlage betriebswirtschaftlich betrachtet. Deutsches BiomasseForschungsZentrum German Biomass Research Centre DBFZ Durch die zusätzliche Vergärung von Reststoffen bzw. Abfällen in den Kläranlagen in Zittau und Ebersbach kann eine höhere Auslastung der Anlagen erreicht werden. Unter den getroffenen Annahmen konnte dadurch (mit einer Ausnahme) in allen Varianten das gegenwärtige Betriebsergebnis verbessert werden. Eine Realisierung der dargestellten Möglichkeiten mit den entsprechenden Erweiterungen der Anlagen wird jedoch aufgrund der aktuellen Potenziale und deren Verfügbarkeit als sehr schwierig eingeschätzt. Für den derzeitig kompostierten Bioabfall wurden mehrere Vergärungsverfahren hinsichtlich wirtschaftlicher Aspekte untersucht und mit den aktuellen Entsorgungskosten verglichen. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Ergebnisse sehr stark von der eingesetzten Technologie (Nass-, Feststoffvergärung, Garagenverfahren) abhängen. Die besten Betriebsergebnisse wurden mit dem Garagenverfahren, gefolgt von der Feststoffvergärung, erzielt. Dabei konnten, entsprechende Vergütungen für das eingespeiste Biomethan bzw. die verkaufte Wärme vorausgesetzt, die bei der Kompostierung anfallenden Entsorgungskosten unterschritten werden. Weiterhin könnten durch die Vergärung des Bioabfalls die bei der Kompostierung entstehenden Treibhausgase reduziert und die Nachhaltigkeit der Energienutzung gesteigert werden. W ärm e: 1 .20 0 MW h/ a V aria nte 1a V aria nte 1b V aria nte 1 c 20 . 00 0 t/a S trom : 911 M W h /a 2 .4 00 .0 00 N m ³/a G ärre st: 1 6. 993 t/ a BH K W Ko m po st S tro m : 4 .8 72 M W h/ a W ärm e : 4 .5 7 0 MW h / a W ärm e: 11 88 M W h/a 25.000 t/a (Biotonne) 2 3 .7 5 0 t/a S trom : 7 73 M W h/a 2 .3 75 . 0 00 N m ³/a BH K W S trom : 4 .8 2 2 M W h/a W ä rm e : 4 .5 2 2 MW h /a 5.000 t/a 1.250 t/a 0 t/a G ärre st : 2 0.774 t /a W ärm e: 1.250 M W h /a Ko m p o st Ko m po st S trom : 587 M W h /a 2 5. 0 00 t/a 2 .5 0 0 .0 0 0 N m ³/a B HK W Strom : 5 . 07 5 M W h/a W ä rm e: 4 .7 6 0 M W h /a G ärre st: 2 1. 868 t/ a Ko m p o st Kontakt: energie@kreis-gr.de Seite 70 von 81

Der European Energy Award® im Landkreis Görlitz Dokumentation 20082011 8.4 Autarke Energieversorgung - Standortanalyse zur dezentralen Energieversorgung im Landkreis Görlitz Die Versorgung mit elektrischer Energie muss ständig von den Energieversorgungsunternehmen angepasst werden, um bei wechselnder Nachfrage seitens der Kunden eine gleichbleibende Qualität an Strom liefern zu können. Die Betriebsmittel verfügen allerdings nur über geringe Speichermöglichkeiten, weswegen es nötig ist, die Stromproduktion in den Kraftwerken an die Nachfrage anzupassen. Eine solche Vorgehensweise erfordert eine Überdimensionierung der Erzeugungs- und Betriebsmittel, was zu erhöhten Strompreisen führt. Die Aufgabe dieser Analyse bestand darin, Vorüberlegungen anzustellen, um eine optimale Auswahl eines geeigneten Standortes für eine dezentrale Energieversorgung zu treffen. Die Standortanalyse zur dezentralen Energieversorgung im Landkreis Görlitz hat ergeben, dass erhebliches Potenzial in der Region vorhanden ist, eine Dezentralisierung in Betracht zu ziehen. Aufgrund der stetig rückgängigen Bevölkerungszahlen ist anzunehmen, dass die Leitungssysteme in ihrer Auslastung immer weniger bedient werden. Hinzu kommt ein Anteil der Trafostationen im Landkreis, die einer veralteten Technik angehören und zur Kostensenkung ausgetauscht werden sollten. Die erfolgreiche Integration vorhandener dezentraler Energiesysteme in den aufgeführten Standorten sollte zur Ermutigung beitragen, den Schritt zu einer dezentralen Energieversorgung zu wagen. Auftraggeber dieser Studie war der Landkreis Görlitz in Zusammenarbeit mit dem Sire e.V., dem Netzbetreiber Enso und der Hochschule Zittau Görlitz. Kontakt: Prof. Dr. Joachim Zielbauer Tel.: 03583 / 611424 www.sire-ev.de Seite 71 von 81

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