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Der European Energy Award (2012-2014)

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Dokumentation 2012-2014

4. Presse- und

4. Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Zur Erreichung des eea aktiv Öffentlichkeitsarbeit zu leisten: In diesem Abschnitt der Dokumentation wird ein Eindruck über die vielfältigen Facetten dieser Arbeit vermittelt. Pressemitteilung vom 25.10.2012 Projekt EMIX3 bringt mehr Transparenz auf Deutsch-Tschechischen Energiemarkt Steigende Energiepreise stellen auch in unseren Nachbarländern Polen und Tschechien einen immer stärker werdenden Kostenfaktor dar. Effiziente Energietechnologien schaffen hier einen klaren Wettbewerbsvorteil. Das jetzt beendete deutsch-tschechische Projekt EMIX3 testete und entwickelte länderübergreifende Lösungen für Unternehmen und Kommunen im Bereich der Energieeffizienz. Die Entwicklungsgesellschaft (ENO) des Landkreises Görlitz war als Projektpartner beteiligt und stellt die Ergebnisse der Öffentlichkeit jetzt auf einer Homepage zur Verfügung. „Die Ergebnisse sind beeindruckend und wir wünschen uns, dass die gewonnen Ideen helfen werden, den grenzüberschreitenden Wirtschaftsraum zu stärken“, so der Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft, Sven Mimus. Zudem seien durch das Projekt grenzüberschreitende Strukturen erwachsen, auf denen man weiter aufbauen könne. Gerade die gewonnenen Erkenntnisse über die wirtschaftlichen und energetischen Trends auf dem Energiemarkt in Deutschland und Tschechien seien für die Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Verwaltung von großem Nutzen, so Mimus weiter. Herzstück der Internetseite www.emix3.eu, auf der alle Projektergebnisse abrufbar sind, ist eine mehrsprachige Datenbank, deren Ziel eine stärkere Transparenz des deutsch-tschechischen Energiemarktes ist. In der Datenbank findet man Hersteller, Planer und Betreiber von energetischen Anlagen. Mit der Bereitstellung der Datenbank leistet die ENO eine aktiven Beitrag zur grenzüberschreitenden Wirtschaftsförderung im Dreiländereck. Hintergrund Das grenzüberschreitende Projekt EMIX3 hat für zwei Jahre (2010-2012) gearbeitet. EMIX3 – Energietechnologien im Mix im Dreiländereck – ist eine grenzüberschreitende Initiative zur Nutzung von erneuerbaren Energiequellen und Energieanlagen regionaler Herstellung für den optimalen Energiemix bei Gebäuden und Objekten von Kommunen, öffentlichen Organisationen, Unternehmen und Privatpersonen. Ziel ist die Nutzung erneuerbarer Energie für Grund- und Spitzenlast im Mix im Rahmen dezentraler Versorgungsanlagen zur Senkung der Energiekosten und zur Steigerung von Energieeffizienz. (vgl. www.emix3.eu/de) Das Projekt EMIX3 wurde gefördert durch die Europäische Union Fond für regionale Zusammenarbeit - Ziel. 30

Pressemitteilung der Sächischen Zeitung vom 16.11.2012 Stadtwerke produzieren Nahwärme Heute geht auf der Görlitzer Salomonstraße das erste Energie-Effizienz-Quartier umweltbewusst in Betrieb. Von Ralph Schermann Darauf haben die Görlitzer Stadtwerke neun Monate lang gewartet: Nach dieser Bauzeit nehmen sie heute, 14Uhr, ihr erstes Nahwärmegebiet auf der Basis erneuerbarer Energien in Betrieb. EEQ1 heißt es, und die Abkürzung steht für Energie-Effizienz-Quartier. Das zu versorgende Gebiet steht in engem Zusammenhang mit dem Bau des neuen Landratsamtes. Die Stadtwerke haben hier im Dreieck zwischen Bahnhof-, Salomon- und Berliner Straße eine Art Versorgungsinsel erschlossen. „Wir können auf kurzem Weg viele Kunden mit Wärme versorgen“, bestätigt Stadtwerker Ronald Engler. Bisher kennt man auch in Görlitz vor allem den Begriff Fernwärme – mit Nahwärme wird nun eine hohe Wärmedichte auf wenigen Rohrkilometern beschrieben. „Das soll sich letztlich auch auf den Preis für die Kunden positiv auswirken“, ergänzt Ronald Engler, der in den Stadtwerken die Wärmesparte leitet. Er hebt auch den Umweltaspekt hervor: Im Vergleich zu den herkömmlichen Anlagen produziert EEQ1 rund 1.200 Tonnen Kohlendioxid weniger im Jahr. Die Energiezentrale des Quartiers hat ihren Sitz auf der Salomonstraße 18B gefunden und ist dort nicht zu übersehen. Das ziemlich wuchtige und für das Areal damit auch merkwürdige Bauwerk ist ein weiterer Ort für Kraft-Wärme-Kopplung, wie sie die Görlitzer Stadtwerke seit rund 20 Jahren erfolgreich ausbauen. Am neuen Standort ergänzt ein Holzpellet-Kessel die Anlage. Damit setzen die Görlitzer Versorger auf nachwachsende Rohstoffe und unterstreichen erneut ihre Ausrichtung auf umweltbewusste Produktion. Das neben der Zentrale eingerichtete Lager fasst 40 Tonnen solcher Pellets. Die Spitzenlast- und Wartungszeiten werden wie gewohnt mit einem Erdgaskessel abgesichert. Die neue Anlage hat ihre Bewährungsprobe bereits bestanden. Seit September wird das neue Landratsamt mit Nahwärme versorgt. Als nächster Abnehmer steht der Schulhort Berliner Straße kurz vor seinem Versorgungsbeginn. Pressemitteilung vom 19.03.2013 Ostsächsische EEA-Kommunen beraten über Energieeffizienz Auf einem Treffen der ostsächsischen Energiekommunen im neuen Landratsamt in Görlitz verständigte man sich darauf, die energetische Beratung der Bauherren zu verbessern. Dafür soll auf den zuständigen Bauaufsichtsämtern in Kürze für Bauwillige eine aktualisierte Bauherrenmappe kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Die Mappe informiert über Planungsgrundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen, die thermische Gebäudehülle und energieeffiziente Anlagentechnik. Weiterhin wird auf verschiedene Förderungs- und Finanzierungsmöglichkeiten eingegangen. Ein regionaler Teil informiert über Ansprechpartner und gibt Informationen zu Antragsformularen. Die Mappe soll unterstützen, mit Vorwissen an den Planer und Architekten heranzutreten. „Ich freue mich, dass wir mit der Bauherrenmappe einen hilfreichen Ratgeber rund um das Thema energieeffizientes Bauen anbieten können. Mit der Einführung der Mappe leisten die Kommunen und der Landkreis Görlitz einen weiteren nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Umwelt“, so Holger Freymann, Leiter des Energieteams des Landkreises. Die Bauherrenmappe wird im Moment den regionalen Gegebenheiten im Landkreis Görlitz angepasst und für Bauwillige zeitnah bei den Bauämtern erhältlich sein. Ab Herbst wird eine Onlineversion auf der Internetseite des Landkreises verfügbar sein. Hintergrund Der eea ist ein vielfach erprobtes und europaweit eingesetztes Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren zur Verbesserung der kommunalen Energiearbeit. Ziel ist der effiziente Einsatz von Energie und der verstärkte Einsatz regenerativer Energiequellen. 31

Jugend / Bildung