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Der Landkreis Görlitz stellt sich vor

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50 51 Hainewalde

50 51 Hainewalde Herrnhut Der Ort wurde 1326 gegründet und erstmals 1272 urkundlich erwähnt. Der Ortsname ist wahrscheinlich vom Ortsgründer „Hener“, „Heno“, „Hening“ oder „Heinrich“ abzuleiten. Hainewalde liegt malerisch im Tal der Mandau, im Vorland des Zittauer Gebirges. Oberhalb des Roschertales erfolgte einst die Besiedlung als Waldhufendorf. Der Reiz der Landschaft und die zahlreichen Quellen waren wohl Gründe für die weitere Besiedlung. Der Boden versprach gute Erträge bei Ackerbau und Viehzucht. Noch heute ist der Ort hauptsächlich durch die Landwirtschaft geprägt. Handwerk und Gewerbe haben sich unter marktwirtschaftlichen Bedingungen etabliert. Vom Breiteberg (510 Meter) – mit Aussichtsturm und Berggaststätte – haben die Wanderer eine fantastische Aussicht bis in das Isergebirge, zur Landeskrone und in das Zittauer Gebirge. Hainewalde bietet einige Sehenswürdigkeiten wie die Kanitz-Kyawsche Gruft, das Hainewalder Schloss, die Kirche. Von 1749 bis 1755 wurde das Neue Schloss zusammen mit der terrassierten barocken Gartenanlage unter der Herrschaft der Familie von Kanitz-Kyaw erbaut. 1883 wurde das Schloss renoviert und die Außenfassade ihrer Barockelemente beraubt, stattdessen erhielt sie italisierende Sgraffiti. Das Schloss wurde 1927 samt Grundbesitz und Wald wegen Überschuldung verkauft, seit 1928 ist die Gemeinde Großschönau Besitzer. Nach unterschiedlichsten Nutzungen steht das Schloss seit 1972 leer. 2000 wurde der „Förderverein zur Erhaltung des Kanitz-Kyawschen Schlosses Hainewalde e.V.“ gegründet. So konnte im Jahr 2007 mit der schrittweisen Sanierung begonnen werden. www.hainewalde.de Herrnhut ist ein relativ junger Ort. 1722 fällte der mährische Zimmermann Christian David den ersten Baum zum Anbau Herrnhuts. Reichsgraf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf stellte mährischen Flüchtlingen Land zur Verfügung und gründete mit ihnen den Ort. Herrnhut erlangte 1895 kommunale Selbstständigkeit und erhielt 1929 das Stadtrecht. 1994 wurde die Nachbargemeinde Ruppersdorf/O.L. eingemeindet, 2010 Strahwalde, 2011 Großhennersdorf, 2013 folgte die Gemeinde Berthelsdorf. Herrnhut ist in der Welt ein Begriff als Ausgangspunkt einer ausgedehnten Missionstätigkeit, die 1732 begann. Die Herrnhuter Brüdergemeine, heute in vier Kontinenten beheimatet, hat weltweit kirchen- und kulturgeschichtliche Bedeutung. Die Bekanntheit des Ortes ist auch zwei Herrnhuter „Exportschlagern“ zu verdanken: Den Losungen – einem seit 1731 jährlich in ca. 50 Sprachen erscheinendem Andachtsbuch und den Original Herrnhuter Advents- und Weihnachtssternen, die seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Schulen der Herrnhuter Brüdergemeine gebastelt wurden. In der Advents- und Weihnachtszeit schmücken sie Straßen, Wohnungen, Gemeindesäle und Kirchen. Der Ortsteil Großhennersdorf, erstmals 1296 erwähnt, ist heute wegen seiner diakonischen Einrichtung, dem Katharinenhof, bekannt. Henriette Sophie von Gersdorf, Besitzerin des Gutes Hennersdorff, beschloss 1721 Teile ihres Gutes zum Ruhme Gottes und zu Ehren ihrer Mutter zu stiften und ein Armenund Waisenhaus einzurichten. Heute verhilft die ehemalige Stiftung noch immer zu Leben und Bildung: Rund 300 Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit schweren und schwersten Behinderungen werden heute dort betreut und gefördert. In Großhennersdorf befindet sich auch die von Historikern und Lesern geschätzte Umweltbibliothek, deren Sammlung u.a. das größte Archiv der Bürgerbewegung Sachsens ist. www.herrnhut.de

Jugend / Bildung

Strategie / Planung