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Der Landkreis stellt sich vor

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Broschüre 2009

Beiersdorf

Beiersdorf Verwaltungszugehörigkeit: Verwaltungsgemeinschaft Oppach Bürgermeister: Matthias Rudolf Adresse: Gemeindeverwaltung, Löbauer Straße 69, 02736 Beiersdorf Telefon: +49 (0)35872 35832 Fax: +49 (0)35872 35833 E-Mail: info@beiersdorf-ol.de Internet: www.beiersdorf-ol.de Sprechzeiten: Do. 13 - 16 Uhr Einwohner: 1.264 (31.12.2008) Ortsteile: Bildung: Beiersdorf, Gebirge, Neulauba, Schmiedenthal, Zeile, Zwenke Grundschule Tourismus: Aussichtspunkte auf Bieleboh 499m, Steinklunsen 437m, Evangelisch-lutherische Kirche (1855 erbaut, barocker Kanzelaltar, der Turm wurde 1912 angebaut), Sühnekreuz, Tannenhof, Park im Amselgrund, Schule, Wasserrad Brettmühle, Sportplatz, Kleinfeldhartplatz Kegelbahn, Turnhalle, Abenteuerspielplatz an der Kindertagesstätte, Wander- und Radwanderwege, ehemalige Kleinbahntrasse Beiersdorf liegt im Landschaftsschutzgebiet "Oberlausitzer Bergland", eingebettet von einem der schönsten Berge des Oberlausitzer Berglandes, dem "Bieleboh" mit seiner Bergkette und den "Steinklunsen". Der Ort erstreckt sich von Südwesten nach Nordosten im Tal des "Beiersdorfer Wassers" und hat eine Länge von 3,5 Kilometern mit einem Höhenunterschied von 320 bis 405 m. Die Entwicklung hat mit zwei Rittergütern begonnen. Die Hausweberei kam im 17. Jahrhundert auf und war um 1850 die Hauptbeschäftigung. Durch das saubere Wasser entstanden Färbereien und Bleichereien, davon hielt sich eine bis 1979. Von den vier Mühlen, die mit der Wasserkraft des Dorfbaches betrieben wurden, ist keine mehr vollständig erhalten. Sie waren eine bedeutende Grundlage für die industrielle Entwicklung: So bildete die "Obere Mühle" als Pochwerk den Grundstock für eine Eisengießerei, die "Mittelmühle" war der Anfang einer Maschinenfabrik (heute Zimmereibetrieb), die "Niedermühle" war Säge- und Mahlmühle mit Bäckerei (heute restauriertes Wohnhaus mit Mühlrad) und die "Grenzmühle" eine Sägemühle. Heute findet man noch Teile einer Mühle auf dem "Haderberg" im Ortsteil Schmieden. Der Tourismus war stets bedeutend für Beiersdorf. Ein reger Fremdenverkehr begann mit der Inbetriebnahme der Kleinbahn (1892-1945). Der Bahnkörper wird heute als Rad- und Wanderweg genutzt. Durch Beiersdorf führen vier überregionale Wanderwege. Gaststätten mit Hotelbetrieb, Café und Dienstleistungseinrichtungen bieten ihre Dienste an. Die Grenzregion zum Böhmischen Mittelgebirge und dem "Schluckenauer Zipfel" bietet den Touristen eine geschichtlich interessante Umgebung. 40

Verwaltungszugehörigkeit: Verwaltungsgemeinschaft Bernstadt a.d.Eigen Bernstadt a. d. Eigen – „Stadt der Erdachse“ Bernstadt wurde 1234 erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Meißen genannt. Innerhalb des um 1200 von frühdeutschen Siedlern im Pließnitztal angelegten Waldhufendorfes Bernhardisdorf wurde um 1250 der obere Teil dieser Ansiedlung nach regelmäßigem Plan erbaut und zur Stadt erhoben. Noch heute ist der Charakter frühdeutscher Gründung in der Stadtanlage sichtbar: der relativ große Markt, die davon rechtwinklig abgehenden Straßen und Gassen, die dem Markt unmittelbar benachbarte Kirche mit ihrer Wehrmauer. Erste Grundherren waren Friedrich von Schönburg-Glauchau und die Brüder Bernhard und Otto von Kamenz. Sie besaßen auch die Dörfer Altbernsdorf, Schönau, Berzdorf, Dittersbach und Kiesdorf. Diese Besitzungen nannten sie ihr „Eigen“ deshalb ist dieses Gebiet, zu dem später Kunnersdorf und Neundorf hinzukamen, als „Eigenscher Kreis“ bekannt. Bereits im Laufe des 13. Jahrhunderts veräußerten die Besitzer Bernstadt und die Dörfer des „Eigens“ an das Zisterzienserinnen-Kloster St. Marienstern. Bis 1852 war das Kloster nun Grund- und Gerichtsherr seiner „Bernstädter Pflege“. Durch die Klosterherrschaft wurde die ökonomische Entwicklung Bernstadts wesentlich geprägt. Die Stadt gelangte frühzeitig zu Marktrechten und anderen Privilegien. Das Innungswesen wurde gefördert und reges Handwerksleben entwickelte sich. Leinenweberei, Töpferei, Bierbrauerei, Pfefferküchlerei, besonders aber die Tuchmacherei prägten das Wirtschaftsleben. Nach vorübergehendem Niedergang im 30-jährigen Krieg kam das Tuchmacherhandwerk im 17. und 18. Jahrhundert zu neuer Blüte. Der Einzug mechanischer Spinn- und Webmaschinen im 19. Jahrhundert verdrängte das Tuchmacherhandwerk. Fabriken entstanden, die Baumwoll- und Grobgarnverarbeitung prägte bis zur Wende 1989/90 das ökonomische Profil der Stadt, die jedoch den Bedingungen der Marktwirtschaft unterlag. 1990 wurde mit der Produktion von Gesundheitsschuhen in der ehemaligen Baumwollspinnerei ein neuer Industriezweig in der Stadt ansässig. In Bernstadt sind heute ca. 213 Gewerbebetriebe und Handeltreibende angesiedelt. Erdachse – Wahrzeichen und Kuriosum der Stadt – erinnert an eine gusseiserne Brunnensäule, die ehemals in der Mitte des Marktes stand, es wird erzählt, dass sich Studenten dort trafen, reichlich zechten und riefen: „Viel Orte stritten sich in Sachsen wo wirklich sei der Erde Achsen, jetzt ist sie uns hierher befohlen, nun soll sie auch kein Teufel holen.“ Bürgermeister: Gunter Lange Adresse: Stadtverwaltung, Bautzener Str. 21, 02748 Bernstadt a.d.E. Telefon: +49 (0)35874 285-0 Fax: +49 (0)35874 285-40 E-Mail: info@stadt-bernstadt.de Internet: www.bernstadt.info Öffnungszeiten: Di. 9 - 12 und 13 - 18 Uhr, Do. 9 - 12 und 13 - 16 Uhr, Fr. 9 - 11.30 Uhr Einwohner: 3.873 (31.12.2008) Bildung: Mittelschule Ortsteile: Altbernsdorf a. d. Eigen, Bernstadt a. d. Eigen, Dittersbach a. d. Eigen, Kemnitz, Lehdehäuser, Russen, Buschschenkhäuser, Kunnersdorf a. d. Eigen Kulturelles: Bücherei, Heimatmuseum Bernstadt a.d.E., Dittersbacher Heimatstube Tourismus: Kirche mit Resten der Wehrmauer, Marktplatz mit Mansardenhäusern, Tuchmacherhäuser, Heimatmuseum, Waldbad, Eckerts Gartenbahn; OT Kunnersdorf: Sporthalle, Pließnitztal, Friedrichstein; OS Altbernsdorf: Wallschanze, Vierseitenhöfe, Steinbachtal; OS Dittersbach: Fachwerkhäuser mit Umgebinde, Kirche mit ornamentalen Putzquaderungen, Knorrberg mit stillgelegtem Steinbruch; OS Kemnitz: Kirche Wacheberg, Park, Bolzplatz, Fußballspielfeld, Sporthalle, Sportplatz/ Reitplatz/ Vereinshaus; OT Dittersdorf: Sport- u. Mehrzweckhalle Veranstaltungen: Oberlausitzer Oktoberfest 41

Jugend / Bildung