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Ergebnisbericht Strategiebefragung

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Sicht der Bewohner, Experten und kommunalen Vetreter auf den Landkreis Görlitz

Strategiebefragungen- Experteninterviews sichtbar sein. Dann finden die Themen zu den Akteuren und andersherum. Solch ein großer Prozess ist nicht steuerbar, nur initiierbar.“ Lösungsorientierung und Nachhaltigkeit: Strategien sollten mit Gemeinsinn und nachhaltig angelegt sein und angepackt werden. Der Landkreis muss trotz seiner Heterogenität zu gemeinsamen Lösungsansätzen zur Bewältigung der Herausforderungen kommen. Konzepte müssen an bestehenden Problemen und absehbaren Folgen anknüpfen. Beispielhafte Zitate: „Das Wichtigste […] ist eine schonungslose, illusionsfreie Zustandsbeschreibung verbunden mit den Prognosen.“ „Im Sinne eines Innovationsdrucks muss der Landkreis eine Lösung finden, die den allgemeinen Schrumpfungsprozess zu etwas Positivem verarbeitet.“ „Es dürfen keine überzogenen Projekte ins Leben gerufen werden, sondern es muss mit Vorhandenem gearbeitet werden.“ „Es darf nichts verschwendet werden. Der unbedachte Einsatz von Mitteln muss vermieden werden.“ Kommunikation und Beteiligung: Eine offene und ehrliche Kommunikation zwischen öffentlichen Entscheidungsträgern, Bürgern, Vereinen und Unternehmen stellt eine unabdingbare Voraussetzung für das Gelingen einer gemeinsamen Planung dar. Strategische Planung darf nicht exklusiv einem kleinen Kreis vorbehalten sein, sondern die Bürger, Vereine und Firmen müssen sich einbringen können. Hierfür wird eine themenabhängige Einrichtung von Expertengremien vorgeschlagen. Beispielhafte Zitate: [Es sollte] „eine ständige Institution geschaffen werden, wo man sich permanent trifft (mit der IHK, Handwerksverbänden und anderen Interessenvertretern aus der Wirtschaft und dem Bildungsbereich) und thematisch strukturiert an solche Dinge herangeht.“ „Themenbezogene Arbeitsgruppen (sollten) gegründet werden, welche die Strategiearbeit durchführen und umsetzen.“ „Die Umsetzung des Prozesses sollte man (aber) nicht auf so viele externe Arbeitsgruppen verteilen. Es sollte einen konstanten externen Kern geben“, [um Wissens- und Informationsverluste zu verhindern.] „Menschen brauchen einen kreativen Input, der sie zur Beteiligung animiert.“ „Kommunikation ist sehr wichtig. Die Schwierigkeit besteht unter anderem darin, dass Kritik nicht öffentlich gemacht werden kann (darf).“ „Ich hoffe, dass die Arbeit der Strategiegruppe aufgrund politischer Machtkämpfe nicht im Regal landet. Die Entscheidungsträger sollten sich dieses Strategiepapier unter das Kopfkissen legen und täglich abgleichen.“ 2.2.4.6 Hemmende Einflüsse auf den Akteur im Landkreis Görlitz Durch wen oder was fühlen sich die Akteure im Landkreis in ihrer Arbeit gehemmt? Die folgende Grafik (Abbildung 17) stellt eine Übersicht über die von den Experten genannten Hemmnisse dar: 32

Strategiebefragungen- Experteninterviews Abbildung 17: Hemmende Einflüsse Bürokratische Hemmnisse sowie Verlässlichkeit der Politik: Zu viele bürokratische Vorschriften werden von den Akteuren im Landkreis als hemmend empfunden. Entgegen dem Wunsch nach einer Reduzierung der Bürokratie, ist das Gefühl vorhanden, dass diese immer mehr zunimmt. Der Handlungsfreiraum der Akteure ist demnach stark begrenzt und eingeschränkt. Die Experten fordern eine Vereinfachung der gesetzlichen Vorschriften und Anforderungen sowie Verlässlichkeit in den politischen Entscheidungen und bei den Ansprechpersonen in der Verwaltung. Beispielhafte Zitate: „Es wird zu kurzfristig gedacht. Ich wünsche mir die Chance, längerfristig einen Weg gehen zu können. Das ist aber mit der jetzigen Art und Weise von Förderungen nur schwer möglich. Der Kampf wird immer schwieriger, weil die Bürokratie immer schwieriger bzw. umfangreicher wird.“ „Die komplizierter und komplexer werdenden Verwaltungsvorgänge gehören mit zum Thema der Kommunikation. Ein Unternehmer hat zu 60 Prozent in einem mittlerweile pervertierten System der Vielgestaltigkeit mit der Regulierung irgendwelcher Verwaltungsvorgänge zu tun. Das braucht unglaublich viel Arbeits- und Lebenszeit, um diese Dinge zu bewältigen.“ „Die Bürokratisierung verbraucht mehr und mehr Ressourcen und hemmt dadurch.“ „Bürokratische Richtlinien hemmen die Arbeit. Solche Hemmnisse müssen abgebaut werden, damit sich die Region entwickeln kann.“ „Der ständige Personalwechsel in der Verwaltung mit der dahinterstehenden Skepsis behindert die Arbeit.“ 33

Jugend / Bildung