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Gesundheitliche Situation der Vorschulkinder - Schuljahr 2009/2010

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Gesundheitliche Situation der Vorschulkinder im Landkreis Görlitz - Schuljahr 2009/ 2010

Schulaufnahmeuntersuchungen • 3,8 % der untersuchten Schulanfänger haben bereits eine Adipositas. • Die Zahl der übergewichtigen Kinder hat sich in den letzten Jahren leider nicht zum Positiven geändert, also verringert und liegt gleichbleibend so zwischen 5% und 6% bis geringfügig darüber. Jugendärztliche Schulempfehlung • Bei der Beurteilung der Schulfähigkeit wird berücksichtigt, ob bei einem Kind mit Entwicklungsrückständen eine verstärkte pädagogische Förderung in der Grundschule ausreichend ist oder ob ein sonderpädagogischer Förderbedarf besteht. Für 7% der Kinder wird entsprechend dem Schulgesetz eine Rückstellung vom Schulbesuch empfohlen. • Für das Einschulungsjahr 2010 erhielten 84,4% der untersuchten Kinder eine Empfehlung für die Grundschule, 0,9% für eine Integration in der Klasse, 7,1% für eine Förderschule und 7,0% erhielten eine Rückstellungsempfehlung. • Der Anteil der Kinder, welche keine jugendärztliche Empfehlung zur Einschulung in eine Regelschule erhielten ist in den letzten Jahren nahezu konstant geblieben. • Gründe für eine Empfehlung zur Rückstellung zur Einschulung sind geistig-sprachliche, psychosoziale und medizinische. 2010 waren die psychosozialen Rückstellungsgründe die häufigsten gefolgt von den geistig-sprachlichen. Die folgende Darstellung zeigt noch einmal die Verteilung der Anteile der Kinder, die keine Schulempfehlung für die Grundschule erhielten. Landkreis Görlitz 18 Integration Förderschule Rückstellung vorzeit. Einschul. abgelehnt Anteil der untersuchten Schuleanfänger (in %) 16 14 12 10 8 6 4 0,6 0,4 7,3 6,0 6,5 6,9 0,4 6,3 6,1 0,5 7,2 6,9 0,3 7,7 5,5 0,1 7,0 7,1 2 0 0,8 1,7 1,2 1,1 1,5 0,9 2005 2006 2007 2008 2009 2010 Abb. 18: Anteil Schulanfänger, die keine Schulempfehlung für die Grundschule erhielten, nach Art der Empfehlung Landkreis Görlitz, Einschulungsjahre 2004 – 2010 22

Zusammenfassung und kritische Wertung Zusammenfassung und kritische Wertung zum Gesundheitsbericht – Gesundheitliche Situation der Vorschulkinder im Landkreis Görlitz Nach der erfolgten Zusammenlegung der Kinder- und Jugendärztlichen Dienste der bisherigen Kreisstrukturen des Niederschlesischen Oberlausitzkreises (NOL), Löbau/Zittau im Jahr 2008 und der Stadt Görlitz im Jahr 2009, stellen die erhobenen Daten aus den Jahren 2009/2010 eine erstmalige gemeinsame Statistik dar, die als Basisdatensammlung zur Beobachtung der weiteren Entwicklung im Landkreis Görlitz dienen soll. Von 2005 bis 2009 ist im Bereich des ehemaligen NOL kein Kinder- und Jugendarzt im Öffentlichen Gesundheitsdienst (ÖGD) mehr tätig gewesen. Eine Überbrückung der Problematik mit Honorarverträgen ehemaliger Kinder- und Hausärzte wurde realisiert. Seit Februar 2010 besteht ein Kooperationsvertrag mit dem Kreiskrankenhaus Weißwasser (Fachbereich Kinderund Jugendmedizin) zur Absicherung der Pflichtuntersuchungen im Bereich der Schulaufnahme- und der Kita-Untersuchung für diese Region. Für den Bereich Görlitz wurde eine Fachärztin für Allgemeinmedizin eingestellt, die im Jahr 2009 mit einer Zusatzqualifizierung begonnen hat und die Untersuchungen im Bereich Görlitz übernimmt. Die Bereiche Löbau und Zittau sind mit Fachärzten für Kinder- und Jugendmedizin besetzt. Vor dem Hintergrund dieser personellen Konstellation haben sich Schwierigkeiten bei der Umsetzung der vorgegebenen standardisierten Untersuchungsmethoden passager ergeben. Im Rahmen der Qualitätskontrolle wurden intern im Sachgebiet entsprechende Schulungen und Absprachen durchgeführt. Es bleibt zu erwähnen, dass weitere Untersuchungen, die laut Sächsischem Schulgesetz (§26 a), z. B. in Klasse 2 und 6, durchgeführt werden sollen, nur einer minimalen Zahl von Schülern angeboten werden konnte (Beispiel: Klasse 6 Mittelschulen und Gymnasien kein Angebot; Klasse 2 Grundschule 266 untersuchte Kinder von 1903 zu untersuchenden Kindern). U-Untersuchungen Die Kinderfrüherkennungsuntersuchungen sind ein bei Eltern und Erziehungsberechtigten bekanntes, bewährtes und akzeptiertes Instrumentarium. Bei der Inanspruchnahme der U-Untersuchungen bei den Kita-Kindern liegt der Landkreis Görlitz im Sachsenvergleich 2008/2009 genau im Mittel der Werte aller Landkreise. Ähnlich verhält es sich bei der Inanspruchnahme der U-Untersuchungen bei den Schuleingangskindern. Teilnahme der Schuleingangskinder an U-Untersuchungen bezogen auf alle Untersuchten mit Vorsorgenachweis in Prozent, Einschulungsjahr 2009 (Daten für 2010 liegen noch nicht vor): 2009 Landkreis Görlitz Sachsen U2 98,9 98,8 U3 98,5 98,5 U4 98,3 98,3 U5 97,8 97,6 U6 97,2 97,3 U7 93,9 94,4 U7a 0,5 1,1 U8 89,8 90,6 U9 84,5 87,9 Im Bundesdurchschnitt liegt die Inanspruchnahme bis zur U7 bei weit über 90% eines Jahrganges und fällt von der U3 mit 95,3% auf 92,4% bei der U7. Je älter die Kinder werden umso seltener nehmen sie an den U-Untersuchungen teil. Die U8-Teilnahmequote liegt bereits unter 90%, bei der U9 fällt sie auf 86,4% ab. 23

Jugend / Bildung