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Handlungskonzept zum nachhaltigen Wirtschaften im LK GR - Langf.

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Handlungskonzept zum nachhaltigen Wirtschaften im Landkreis Görlitz - Langfassung

Nachhaltiges

Nachhaltiges Wirtschaften im Landkreis Görlitz haben. Dazu werden regelmäßig die Veranstaltung „Wirtschaft trifft Wissenschaft“ und das „Werkstattgespräch“ in Kooperation mit der Hochschule Zittau/Görlitz durchgeführt. Dabei treffen Unternehmer aus der Region auf Lehrstuhlinhaber der Hochschule, um gemeinsame Projektideen zu besprechen und möglicherweise umzusetzen. Die IHK bemüht sich außerdem, die Grenzlage des Landkreises als Chance zu nutzen. Dazu werden internationale Netzwerktätigkeiten durchgeführt, wie dem „deutsch-tschechischen Unternehmerstammtisch“, welche Führungskräfte beider Seiten der Grenze zusammenbringt und einen Austausch anregt. Die lokale Kreishandwerkerschaft (KHS) Görlitz sieht sich als Dienstleister für die Handwerkerbetriebe der Region. Sie bietet für ihre Mitglieder Informationen zu rechtlichen, technischen und betriebswirtschaftlichen Entwicklungen und unterstützen die Betriebe beim Ausbildungsprozess. Hinzu kommen Fort- und Weiterbildungsangebote, welche in Kooperation mit der Handwerkskammer in Dresden umgesetzt werden. Neben den Kammern übernehmen Unternehmerverbände in der Region Verantwortung für die wirtschaftliche Entwicklung. Der Allgemeine Unternehmerverband Zittau und Umgebung e. V. begreift sich selbst als Netzwerk der regional tätigen Unternehmen und als gemeinsames Sprachrohr nach außen. Zu diesem Zweck tritt der Verband gegenüber relevanten Stakeholder als Ansprechpartner für die Unternehmen aus der Umgebung Zittaus auf und organisiert kontinuierlich Betriebsbesuche – sowohl im Landkreis als auch über dessen Grenzen hinaus – und beteiligt sich an Initiativen wie „Wirtschaft trifft Wissenschaft“. Fördermittelberatung Die Beratungsleistungen für Unternehmensförderangebote sind im Landkreis vergleichsweise dicht aufgestellt. Die Sächsische Aufbaubank (SAB) als zentrale Förderinstitution des Freistaates Sachsens unterhält im Landkreis Görlitz ein Regionalbüro, welches an einem festen Tag der Woche Interessenten vor allem aus Unternehmen und privaten Haushalten zu verschiedensten Förderangeboten des Freistaates berät. Die Recherche ergab, dass zusätzlich viele der zuvor genannten Akteure – neben ihren Kernaufgaben – Beratungsangebote zu Fördermöglichkeiten anbieten. Die kommunalen Wirtschaftsförderer wie die ENO, die Wirtschaftsförderung der Stadt Zittau und die Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH verweisen auf Beratungsangebote und Lotsentätigkeiten bei der Beschaffung von Fördermitteln. Ebenso bietet die Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien Förderberatung unter anderem für Investitionskredite und Gründungsaktivitäten an. Auch die im Landkreis aktiven Kammern haben Beratungsstellen zur Unternehmensfinanzierung eingerichtet. Die IHKn in Zittau und Görlitz haben Ansprechpartner in den jeweiligen Zweigstellen, welche bei der Recherche geeigneter Fördermittel und der Erarbeitung individuelle Finanzierungsvorschläge unterstützen sollen. Die Kreishandwerkerschaft Görlitz verweist auf die Handwerkskammer Dresden, welche ein breites Angebot zur Gründungs- und Mittelstandsförderung bietet. 46

Nachhaltiges Wirtschaften im Landkreis Görlitz Regionalmarken Es konnte sowohl im Rahmen der onlinebasierten Schlagwortsuche als auch der Expertengenspräche festgestellt werden, dass prinzipiell sehr viele Akteure im Regionalmarketing auf unterschiedlichen räumlichen Ebenen aktiv sind. Auch hinsichtlich der Zielgruppen sind Überschneidungen festzustellen. Abbildung 16 gibt eine Übersicht zu den aktiven Regionalmarken im Landkreis und deren Aktionsraum. Abbildung 16: Regionalmarken im Landkreis Görlitz Quelle: Dar. imreg (2019) Um eine gewisse Übersichtlichkeit zu gewährleisten, wurde darauf verzichtet, lokale Kommunalmarken – mit Ausnahme der Europastadt Görlitz – in die Übersicht zu integrieren. Wie die Abbildung allerdings schon erkennen lässt, ist die Dichte an Akteuren, welche für sich beanspruchen, den Landkreis bzw. Teile davon nach innen und außen zu repräsentieren, vergleichsweise hoch. Tabelle 2 vervollständigt die Informationen aus Abbildung 16 um deren Zielgruppen und Inhalte. Die Übersicht macht deutlich, dass es im Landkreis insgesamt fünf verschiedene Marken gibt, die Touristen ansprechen und zwei separate Kampagnen, deren Zielgruppe aus Rückkehrern und Berufssuchenden bestehen. Die Akteurserhebung verdeutlicht übereinstimmend mit den Erkenntnissen aus den Experteninterviews, dass bei diesen Kampagnen zum Tourismus- bzw. Regionalmarketing viele Überschneidungen bestehen. 47

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