Aufrufe
vor 2 Jahren

Lehrpfade im Landkreis Görlitz

  • Text
  • Pflanzen
  • Tiere
  • Natur
  • Lebensraum
  • Lehrpfad
  • Naturlehrpfad
  • Besonderheiten
  • Gebirge
27 Naturlehrpfade des Landkreises Görlitz vorgestellt

3 3 Start / Ziel

3 3 Start / Ziel Besonderheiten Öffentlicher Verkehr Parkmöglichkeit Information • Biosphärenreservatszentrum in Wartha • Einstieg an jedem beliebigen Punkt des Seeadlerrundweges möglich • besonders für die Erkundung per Fahrrad zu empfehlen • Zug: Bahnhof Mücka ODEG Linie Hoyerswerda –Görlitz / Einstieg in Wartha • Bus: Regiobus Linie 106 / Einstieg in Uhyst oder Mücka NVG Linie 105 / Uhyst –Mücka –Niesky NVG Linie 255 / Weißwasser –Reichwalde –Mücka • an allen drei Einstiegsmöglichkeiten vorhanden • www.biosphaerenreservat-oberlausitz.de Wissenswertes Der Seeadler gilt als die größte Greifvogelart Mitteleuropas. Die etwas größeren Weibchen können eine eindrucksvolle Größe von 70 bis 95cm und eine Flügelspannweite von 2,40m erreichen. Einst waren die prächtigen Greifvögel in Mitteleuropa und auch in Deutschland weit verbreitet. Da sie jedoch stark gejagt wurden und später durch die Aufnahme von giftigen Pestiziden bedroht waren, ging ihr Bestand stark zurück. Noch vor 20 Jahren waren sie nahezu ausgerottet. Heute hat der Seeadler in der »Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft« wieder sein Brutrevier. Mit 17 Brutpaaren auf 300 km 2 kommt er hier in einer Dichte vor, die in Mitteleuropa nur in wenigen Gebieten zu verzeichnen ist. Die »Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft« ist eine Landschaft, die durch menschliche Nutzung entstanden und bis heute geprägt ist. Seit dem 13. und vor allem im 16. Jahrhundert wurden hier über 350 Teiche angelegt und immer wieder verändert. Bis heute ist das »Land der tausend Teiche« eine Oase für zahlreiche Vogelarten. Der Seeadlerrundweg ist daher ein echter Geheimtipp für ornithologisch interessierte Besucher. Außer dem imposanten Seeadler (Haliaeetus albicilla), den man mit etwas Glück zu jeder Jahreszeit in der Luft kreisen sehen kann, kann man hier auch weiteren imposanten Vogelarten, wie dem Kranich (Grus grus), dem Graureiher (Ardea cinerea) oder dem Silberreiher (Casmerodius albus) begegnen. An den einladenden Rastplätzen und Beobachtungstürmen sind im Vergleich zu anderen Gebieten auch der Drosselrohrsänger (Acrocephalus arundinaceus), die Rohrdommel (Botaurus stellaris) und die Schellente (Bucephala clangula) noch relativ häufig zu hören und zu beobachten. Hinzu kommen über 100 Zugvogelarten. links oben: Rastplatz am Tauerwiesenteich (Foto: NSZ) rechts oben: Informationstafel (Foto: NSZ) Mitte: Vogelbeobachtungsturm (Foto: NSZ) rechts unten: Teichfrosch (Foto: K. Sbrzesny) 16 SEEADLERRUNDWEG 17

4 Lehrpfad am Waldschulheim Stannewisch > Rundweg im Gelände des Waldschulheimes Stannewisch Zum Lehrpfad Stannewisch, Ortsteil der Stadt Niesky, liegt ca. 10km nördlich der Stadt Niesky an der B 115 zwischen Weißwasser und Görlitz. Der Lehrpfad befindet sich auf dem Gelände des Waldschulheimes Stannewisch, ist jedoch für jedermann frei zugänglich. In den Jahren 1997 bis 1999 wurde das angrenzende Gelände um das ehemalige Freibad in eine attraktive Freizeitanlage verwandelt. Das ehemalige Freibad ist heute ein Teich, zusätzliche Spielbereiche, Ruhezonen und Verbindungswege zum Waldschulheim und den Wildtiergehegen wurden geschaffen. Anwohner und Touristen wie auch die Besucher des Waldschulheims können heute die Freizeitanlage und den Lehrpfad auf dem Freigelände des Waldschulheims nutzen. Unter dem Motto »Auf den Spuren der Natur« bietet der Lehrpfad die Möglichkeit, die Geheimnisse des Waldes zu erforschen und die Bedeutung des Waldes: seine Funktion als Lebensraum heimischer Tier- und Pflanzenarten, seine Bedeutung für ein gesundes Klima und seine Bedeutung als Rohstofflieferant zu begreifen. Als solcher muss der Wald richtig bewirtschaftet und gepflegt werden. Unterwegs kann man u.a. auch die heimischen Baumarten kennenlernen. Jährlich wird der jeweilige »Baum des Jahres« neu dazu gepflanzt und ausgeschildert. Ausschilderung Der Lehrpfad wurde auf einem relativ kleinen, überschaubaren Gelände eingerichtet. Man folgt daher ausgehend vom Waldschulheim den einzelnen Tafeln, die in Sichtweite angeordnet sind. Ein Anfang und ein Ende des Lehrpfades wurde nicht ausgewiesen. Man kann an beliebiger Stelle einsteigen. 4 Themen 1 km 1 1 h • Tiere und Pflanzen des Waldes, Baumarten, Waldökologie Sehenswürdigkeiten • Töpferhof Trebus • Erlichthof Rietschen mit Wolfsmuseum • Kulturinsel Einsiedel • Waldeisenbahn Bad Muskau Schutzgebiete Begleitliteratur Erhältlich • am Rande des Biosphärenreservates »Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft« gelegen • Faltblatt »Waldschulheim Stannewisch – Auf den Spuren der Natur!« Herausgeber: Staatsbetrieb Sachsenforst, Graupa • im Waldschulheim Stannewisch Sehenswürdigkeiten am Wege Das Wildgehege wurde Anfang der 1990er Jahre vom damaligen Staatlichen Forstbetrieb Niesky angelegt. Heute beherbergt es ca. 20 Stück Dammwild, ca. 10 Wildschafe sowie Wildschweine. Ein kleines Waldmuseum öffnet seine Walderlebnisräume im Rahmen von Führungen. Entstehung Der Lehrpfad entstand im Zusammenhang mit der Einrichtung des Waldschulheimes Stannewisch und wurde ständig erweitert. 18 LEHRPFAD AM WALDSCHULHEIM STANNEWISCH 19

Jugend / Bildung