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Leitbild der Berufs- und Studienorientierung im Landkreis Görlitz

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Leitbild der Berufs- und Studienorientierung im Landkreis Görlitz

8 und

8 und organisatorisch durch eine Kooperationsvereinbarung zwischen HWK Dresden, IHK Dresden, Agentur für Arbeit Bautzen und Landkreis Görlitz untersetzt. Damit sind INSIDER und INSIDERTREFF unabhängig von Fördermitteln und tragen sich durch die finanziellen Beiträge der Partner und Unternehmen selbst. Geregelt durch die Sächsische Mittelschulverordnung, beginnt die Berufsorientierung an den Schulen im Landkreis Görlitz in der Klassenstufe 5 19 . Aktivitäten zur Verbesserung der Berufswahlkompetenz sind fester Bestandteil der schuleigenen Konzepte zur BO/StO. Jede Schule im Landkreis verfügt über ein auf die Schule abgestimmtes BO-Konzept, an welchem sich der Prozess an der Schule orientiert. Eine Übersicht, welche durch den Landkreis koordinierten regionalen und Pflichtangebote den Schülern und ihren Eltern zur Verfügung stehen, findet sich in der Abbildung 2. Detaillierte Informationen zu den Produkten sind dem Anhang zu entnehmen. Abbildung zu den Angeboten der Berufs- und Studienorientierung im Landkreis Görlitz Legende: AA - Ansprechpartner ENO - Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH HWK - Handwerkskammer Dresden IHK - Industrie- und Handelskammer Dresden KOS - Koordinierungsstelle für Berufs- und Studienorientierung LK - Landkreis SBA - Sächsische Bildungsagentur VA - verantwortlich 19 SOMIA vom 20.02.2013 §19 Abs. 1

9 AUSBLICK Vorrangiges Ziel ist und bleibt die Unterstützung der kleinen und mittleren Unternehmen bei der Fachkräftesicherung durch transparente Strukturen. Eine frühe, systematische und vor allem praxisnahe berufliche Orientierung, bei der alle Akteure an einem Strang ziehen, spielt bei der zukünftigen Fachkräftesicherung eine entscheidende Rolle und wird in den nächsten Jahren einen immer wichtigeren Stellenwert einnehmen. Voraussetzung dafür ist ein gemeinsames Verständnis von BO/StO sowie eine regelmäßige Abstimmung der Partner. Um den regionalen Fachkräftebedarf langfristig zu sichern, ist das Hierbleiben und Zurückkommen gut ausgebildeter Menschen von großer Bedeutung. Darüber hinaus muss aber auch die Möglichkeit in den Blick genommen werden, Fachkräfte aus anderen Regionen zu gewinnen. Auch wenn im Fokus der BO/StO Schulabgänger beim Übergang von der schulischen in die berufliche Bildung stehen, wird diese als lebenslange Aufgabe gesehen. Jede Bildungsbiografie ist durch individuelle Stationen gekennzeichnet, die einer fortlaufenden BO/StO bedürfen. Die BO/StO ist ein Prozess, der stetig Veränderungen anzupassen ist und somit ein großes Maß an Flexibilität erfordert. Der Anspruch bei der Ausgestaltung der Angebotslandschaft besteht darin, dass diese die verschiedenen Akteure untereinander vernetzt und sich gleichzeitig an den Problemlagen der Menschen im biografischen Kontext einerseits und den regionalen Entwicklungen auf dem Arbeitsund Ausbildungsmarkt andererseits orientiert. Weiterhin bedarf das Handlungsfeld Fachkräftesicherung neuer Formen der Zusammenarbeit und ist ebenso für „neue Akteure“ offen zu gestalten. Ohne Parallelstrukturen aufzubauen, soll im Zusammenspiel verschiedener, aufeinander abgestimmter Einzelangebote eine bedarfsgerechte BO/StO ermöglicht und eine eigene Qualitätssicherung erreicht werden. Unabdingbar für eine erfolgreiche regionale BO/StO sind also fest verankerte Produkte und Instrumente einerseits sowie zahlreiche Partner, die in einem Netzwerk abgestimmt zusammenarbeiten, andererseits. Um dem Anspruch an Flexibilität des Prozesses gerecht zu werden, ist ein weiteres wichtiges Element das Controlling. Nur mithilfe einer fortlaufenden Überprüfung harter und auch weicher Faktoren ist es möglich, die angestrebten Ziele unter optimalem Einsatz der zur Verfügung stehenden Ressourcen zu erreichen. Darüber hinaus muss das Thema Berufsorientierung in der Öffentlichkeit präsentiert werden, Erfolge sind zu kommunizieren, um Unternehmen und Partner zur Mitarbeit zu gewinnen. Insgesamt geht es um die gezielte Information von Zielgruppen, die Sensibilisierung für das Thema und die Erhöhung des Bekanntheitsgrades des bestehenden Netzwerkes und seiner Arbeit. Grundsätzlich erfolgen die Aktivitäten zur BO/StO im Landkreis Görlitz unter Beachtung der vorhandenen, begrenzten finanziellen Ressourcen. Daher liegt ein besonderer Fokus künftig auch auf der Weiterentwicklung und Etablierung der Instrumente, Strukturen und Netzwerke vor dem Hintergrund nachlassender Fördermittel. Dabei gilt es unter anderem, die Wirtschaft soweit zu sensibilisieren, dass diese sich dauerhaft an der Finanzierung von BO/StO-Angeboten beteiligt. Auch wenn die Zusammenarbeit der Akteure bereits zum Großteil sehr gut funktioniert, ist die Abkehr von Zuständigkeitsabgrenzungen hin zu einem gemeinsamen Handeln und transparenten Verfahrensweisen weiterhin wichtig. Die BO/StO im Landkreis Görlitz ist bereits jetzt auf einem guten Weg. Es gibt verbindliche regionale Kooperationen und ein breit gefächertes Angebot mit vielfältigen Maßnahmen der BO/StO für alle Schüler im Landkreis. Eine regionale Koordinierungsstelle für Berufs- und Studienorientierung vernetzt Akteure und koordiniert Angebote. Durch das außerordentliche Engagement der Netzwerkpartner tragen sich einige Elemente bereits jetzt ohne Fördermittel selbst. Der Landkreis Görlitz verfügt über einmalige innovative Lösungen. Die Ansätze im Landkreis Görlitz sind pragmatisch aufgebaut, bringen Schüler und Unternehmen zusammen und zeigen die guten regionalen Perspektiven und Karrieremöglichkeiten vor Ort auf. Die BO/StO ist als regionaler Standortfaktor verankert. Das vorliegende Leitbild ist die Grundlage für die Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure. Nur gemeinsam – mit den notwendigen Ressourcen und dem Blick auf die Gesamtstrategie – wird es gelingen, die angestrebten Ziele zu erreichen.

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