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"Unser Dorf soll schöner werden - unser Dorf hat Zukunft"

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Wettbewerb Landkreis Görlitz 2011

Entsprechend dem Motto

Entsprechend dem Motto „Unser Dorf hat Zukunft“ eröffnet die Teilnahme an diesem Wettbewerb u.a. Chancen für eine forcierte Kommunalentwicklung. Zum einen können interne Effekte erzielt werden - man zieht Bilanz des Erreichten und entwickelt Ideen für Künftiges - zum anderen auch externe Effekte. Durch die Öffentlichkeitswirkung wird eine Imageverbesserung erreicht, denn der Ort präsentiert sich in einem der größten bzw. bekanntesten Wettbewerbe (kreis-, landes- und bundesweit). Der Wettbewerbstitel kann der kommunalen, touristischen und gewerblichen Vermarktung dienen. Bei einer Präsentation ist es wichtig, dass nicht nur einzelne Bürger, sondern die gesamte Dorfgemeinschaft hinter diesem Projekt steht und sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten mit einbringt. Es sollte erkennbar sein, dass der Ort durch die Aktivität, Kreativität und Eigenverantwortung seiner Einwohner lebt. Die Bewertung nach den vorgegebenen Kriterien gestaltete sich äußerst schwierig, denn jeder der sechs besuchten Orte ist anders strukturiert - vom Ort mit Schwerpunkt „Gewerbe“ bis zum „reinen Wohnort“. Des weiteren unterscheiden sie sich in ihrer Größe und den natürlichen Gegebenheiten. Die Bürger müssen bei der Erarbeitung von Entwicklungskonzepten und der Formulierung des spezifischen Leitbildes mitwirken, um ihren Ort so zu gestalten, dass sie sich wohlfühlen und gern hier leben möchten. Ein gutes Beispiel für diese zielgerichtete Umsetzung ist Bärwalde - ein reiner Wohnort mit Ansätzen eines Erholungsortes. Hier erfolgt die zielgerichtete Verwirklichung des Entwicklungskonzeptes mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung Boxberg. Bei der Baugestaltung ist darauf zu achten, dass der Dorfcharakter erhalten bleibt. Leerstehende Objekte sollten wieder mit Leben erfüllt werden. Das kann durch Nutzungsartenänderung und Umbau erreicht werden. Besonders wichtig ist die Ansiedlung junger Leute. In Alt-Weinhübel ist in den letzten Jahren sehr viel getan worden; alte Umgebindehäuser wurden nach denkmalschutzrechtlichen Aspekten von jungen Leuten saniert und wieder bewohnbar gemacht. In vielen Orten hat sich Kleingewerbe angesiedelt. Dies sowie der Ausbau von Gewerbe bieten vielen Einwohnern des Ortes eine Erwerbsmöglichkeit. Gute Beispiele gibt es in See (Tages- und Kurzzeitpfleg Kiese) und in Gablenz („Gablenzer Freizeit“). „Knirpsenland“ Gablenz Dass die Kinder unsere Zukunft sind, zeigen die Bemühungen zum Erhalt oder Neubau von Kindertagestätten und Schulen, egal mit welchen schwierigen finanziellen Umständen und Belangen in den Orten umgegangen werden muss. Das sind oftmals kluge und mutige Entscheidungen der Ortschaftsräte! Beispiele hierfür fanden sich in Gablenz und Jauernick-Buschbach. Die Grüngestaltung und Siedlungsökologie spielt bei der Dorfentwicklung ebenfalls keine untergeordnete Rolle. Das Dorf als solches muss erkennbar sein, was angesichts des Modetrends der 60er/70er Jahre (Pflanzungen von Koniferen und Nadelgehölzen in Vorgärten, auf Freiflächen und in Parkanlagen) eines Umdenkenens der Anwohner bedarf. Solche Bepflanzungen sind für ein Dorf absolut untypisch. Passender bei Neuanpflanzungen sind einheimische Gewächse wie Linde, Stieleiche, Rotbuche und Obst- oder Nussbäume.

Erholungs- und Gemeinschaftsplätze laden die Einwohner auch mal zum Plausch ein. Schöne Beispiele hierfür finden wir in Alt-Weinhübel mit der Milchrampe, in Trebendorf mit der Rhododendronsenke, in Bärwalde mit dem neu gestalteten Dorfplatz (Wolf u. die sieben Geißlein), in See mit den Teichen oder auch in Jauernick-Buschbach (Spielplatz im Grünen an der Kirche). Spielplatz und Parkanlage in Bärwalde Ein Dorf mit Zukunft lebt durch seine Einwohner, mit seinen zahlreichen Vereinen, Initiativen und Interessengruppen. Die sozialen und kulturellen Aktivitäten der Bürger beeindrucken besonders, denn man spürt den Stolz, wenn sie von „ihrem Ort“ sprechen, den Fleiß, wenn man einen Rundgang durch den Ort macht und den Zusammenhalt, wenn man in die Chroniken der Orte schaut.“ Gesamteindruck über die Ortschaften / Einschätzung der Kommunen Alt-Weinhübel hervorzuhebende Kriterien: Erhalt des „ Dorfangers “und des historischen Dorfkernes durch eine „Interessensgruppe“ Am Oder-Neiße-Radweg zwischen Görlitz und Zittau lernt man ein Stück „Bilderbuchdorf“ kennen, welches mit seinen historisch getreuen Gebäudesanierungen, der Gestaltung und Pflege des Dorfangers und den liebevollen touristischen Details zum unbedingten „Verweilen“ animiert. Hier ist es gelungen, am Rande der Stadt Görlitz eine noch dörfliche Idylle zu erhalten. Dies verdanken wir dem Engagement einer Gruppe von Aktiven, die diesen Bereich als Ganzes betrachtet. Selbst mit wenigen finanziellen Mitteln, aber umso mehr Ideen im Bereich der Traditionspflege, wurde dieser positive Eindruck erreicht.

Jugend / Bildung