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Schlussbericht 2014/2015

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www.nachbarsprachen-sachsen.eu

15 fehlenden

15 fehlenden muttersprachlichen Personals nicht weiterführen konnten, zumindest aber zum Stichtag 31.01.2014 der Studie nicht immersiv gearbeitet haben. Demgegenüber haben folgende Kitas zum o. g. Stichtag im Zusammenhang mit der Beantragung eines Landeszuschusses für die Betreuung polnischer bzw. tschechischer Kinder (siehe Kap. 2.4) gegenüber dem SMK angegeben nach der Immersionsmethode zu arbeiten und dabei muttersprachliches Personal einzusetzen: • Polnisch: Deutsch-polnisches Kinderhaus „Zwergenhaus“ Görlitz, Deutschpolnisches Kinderhaus Ostritz, Kinderschloss Sonnenschein Neißeaue • Tschechisch: Kita „Regenbogen“ Oberwiesenthal, Kita „Wichtelhäusl“ Deutschneudorf, Kita „Weg ins Leben“ Johanngeorgenstadt Die Belastbarkeit der vorhandenen Daten ist folglich zu hinterfragen. Im Unterschied zur Datenlage für Kitas existiert beim Statistischen Landesamt des Freistaates Sachsen eine detaillierte Übersicht über alle Grundschulen, die Fremdsprachenunterricht Polnisch bzw. Tschechisch anbieten, aufgeschlüsselt nach der Zahl der Schüler/innen pro Klassenstufe (siehe Anlage 2a), und ebenso entsprechende Daten zu Ganztagsangeboten bzw. Arbeitsgemeinschaften (siehe Anlage 2b).

16 3 Ziele Die in Kapitel 1 beschriebene Ausgangssituation führt u. a. zu folgenden grundlegenden Hypothesen: • Es gibt in Sachsen vielversprechende Ansätze und engagierte Akteure und damit ein großes Potenzial für die Weiterentwicklung der frühen nachbarsprachigen Bildung. • Angebote der frühen nachbarsprachigen Bildung werden bisher nur punktuell in einzelnen Kitas im grenznahen Raum umgesetzt. Einen Gesamtüberblick über diese Kitas und ihre konkrete Arbeit gibt es bisher für Sachsen nicht. • Die Angebote leben oft vom besonderen Engagement von pädagogischem Personal und Eltern und/oder werden von zeitlich befristeten Projekten begleitet. Dies hat zu einer großen Bandbreite an methodischen und organisatorischen Modellen geführt, die in der Praxis umgesetzt werden. Fehlende Kriterien für die Qualität der Angebote erschweren die Anschlussfähigkeit an erworbene Kompetenzen in der Grundschule. • Hinsichtlich des Aufbaus deutsch-tschechischer bzw. deutsch-polnischer bilingualer Kitas, die die Immersionsmethode umsetzen, hat Sachsen erheblichen Nachholebedarf. • Derzeit vorliegende Rahmenbedingungen (u. a. fehlende Kontinuität in der Finanzierung der Angebote und Abhängigkeit von Projektförderung, Qualifikation des pädagogischen Personals) erschweren die Nachhaltigkeit der nachbarsprachigen Bildungsarbeit in den Kitas. Sie bilden den Ausgangspunkt für die in der Aufbauphase der LaNa im Zeitraum 10/2014 bis 06/2015 durchgeführte erste sachsenweite Bestandsaufnahme zu den Aktivitäten in Kitas in den sächsischen Grenzregionen im Kontext der frühen nachbarsprachigen Bildung, um damit eine fundierte datenbasierte Arbeitsgrundlage für die weitere Tätigkeit der LaNa zu schaffen. Insbesondere werden mit der Bestandsaufnahme folgende Ziele verfolgt: • Erarbeitung einer fundierten Übersicht über all diejenigen Kitas in den sächsischen Grenzregionen, die bereits Angebote auf dem Gebiet der frühen nachbarsprachigen Bildung unterbreiten bzw. in der Vergangenheit unterbreitet haben, als Erfahrungsträgerinnen und potenzielle Partnerinnen eines von der LaNa aufzubauenden sachsenweiten Akteursnetzwerkes, • Formulierung von datenbasierten Aussagen zu Rahmenbedingungen und eingesetzten Methoden als Grundlage für die Ableitung von Entwicklungserfordernissen für die konzeptionelle und qualitative Weiterentwicklung in diesem Bereich, • Schaffung erster Grundlagen für ein künftiges sachsenweites Monitoring zur frühen nachbarsprachigen Bildung am Übergang von der Kita zur Grundschule im grenznahen Raum Sachsens als Basis für eine abgestimmte Bildungsplanung im Hinblick auf die Anschlussfähigkeit erworbener Nachbarsprachkenntnisse und interkultureller Kompetenzen in der Grundschule.

Jugend / Bildung