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Schlussbericht 2014/2015

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www.nachbarsprachen-sachsen.eu

17 4 Methodisches

17 4 Methodisches Herangehen 4.1 Mehrstufiges Vorgehen Ausgehend von dem in Kapitel 1 beschriebenen Kenntnisstand und mit dem Ziel eine fundierte Datenbasis für die Systematisierung und Weiterentwicklung der frühen nachbarsprachigen Bildung in Sachsens Grenzregionen zu schaffen, wurde ein mehrstufiges Vorgehen für die Bestandsaufnahme vorgeschlagen und am 24.11.2014 mit dem Expertenbeirat „Frühe nachbarsprachige Bildung in Sachsen“ abgestimmt: • In einer ersten Umsetzungsstufe sollen zunächst aus allen Kitas der sächsischen Grenzregionen diejenigen herausgefiltert werden, die bereits Erfahrungen auf dem Gebiet der frühen nachbarsprachigen Bildung haben. • Die Arbeit dieser Kitas wird in einer zweiten Umsetzungsstufe vertiefend hinsichtlich ihrer konkreten Angebote zur Heranführung der Kinder an die Nachbarsprachen und der dafür vorhandenen Rahmenbedingungen untersucht. • Die gewonnenen Daten dienen als Grundlage für die Diskussion mit Fachexperten/innen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Kita-Praxis zur Ableitung von Ansatzpunkten für die Qualitätsentwicklung im Bereich der frühen nachbarsprachigen Bildung in Sachsen. Folgender Zeitplan wurde umgesetzt: Abb. 1: Zeitplan für die Bestandsaufnahme

18 4.2 Regionale Eingrenzung Die Bestandsaufnahme bezieht sich auf den sächsisch-polnischen und sächsischtschechischen Grenzraum (vgl. Einführung). Um diesen einzugrenzen, wurde die Gebietskulisse der Euroregionen mit sächsischer Beteiligung herangezogen (siehe Abb. 2 31 ). Abb. 2: Euroregionen mit sächsischer Beteiligung Diese Zusammenschlüsse von Kreisen und Kommunen verfolgen das Ziel, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern. Die Grundidee ist dabei, die trennende Wirkung von Staatsgrenzen zu überwinden, grenzüberschreitende Begegnungen der Menschen zu fördern und das besondere Potenzial dieser Regionen innovativ zu nutzen. Deshalb werden Projekte in den Euroregionen mit speziellen Förderprogrammen der EU (Interreg, Ziel3) unterstützt. Auch die Staatsregierung des Freistaates Sachsen fördert die Arbeit der Euroregionen ideell und finanziell. Mit diesen Mitteln sollen vor allem Begegnungen und die Zusammenarbeit der Menschen vor Ort ermöglicht werden 32 . Gerade in den Euroregionen kommt deshalb der Entwicklung nachbarsprachlicher und interkultureller Kompetenzen eine besondere Bedeutung zu. Dies spiegelt sich nicht zuletzt auch in den Entwicklungskonzepten der Euroregionen wider 33 . Gleichzeitig bietet der grenznahe 31 Sächsisches Staatsministerium des Innern, Referat 46 (September 2014) 32 http://www.internationales.sachsen.de/17557.htm (Zugriff: 23.01.2015) 33 z. B.: Euroregion Neisse-Nisa-Nysa (2015): Prioritätsbereich Bildung und Wissen – Maßnahme E2.2: „Entwicklung der Sprachkompetenz“, u. a. „Schaffung eines durchgängigen Systems der Sprachbildung“

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