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Schlussbericht 2014/2015

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www.nachbarsprachen-sachsen.eu

21 5 Ergebnisse der

21 5 Ergebnisse der Umsetzungsstufe 1 5.1 Datenerhebung Ausgehend von den Erfahrungen bei der Datengewinnung für den 1. Bildungsbericht 2012 und den Bildungsatlas 2014 des Landkreises Görlitz wurde bei der Erfassung der Kitas, die im Bereich der nachbarsprachigen Bildung Erfahrung besitzen, wie folgt vorgegangen: • Telefonische Befragung aller Kitas der Landkreise Bautzen (LK BZ), Sächsische Schweiz-Osterzgebirge (LK SSO), Mittelsachsen (LK MS), Erzgebirgskreis (LK ERZ) und Vogtlandkreis (LK V) im November 2014 durch eine studentische Projektgruppe mit folgenden Fragestellungen: ‣ Unterbreitet Ihre Kita Angebote zur Heranführung an die polnische / tschechische Sprache? wenn ja: direktes Sprachlernangebot und/oder Begegnung? ‣ Pflegen Sie eine Partnerschaft mit einer Kita aus dem Nachbarland? (detaillierter Interviewleitfaden siehe Anlage 3) Eine analoge Telefonbefragung hat im Landkreis Görlitz (LK GR) im Juli 2014 im Zuge der Erarbeitung des Bildungsatlas stattgefunden, so dass die bereits vorhandenen Daten hinzugezogen wurden. • Abfrage der 4 Euroregionen zur Ermittlung aller Kitas, die in der zurückliegenden EU-Förderperiode 2007-2013 eine Förderung in Anspruch genommen haben zusätzlich zugearbeitet wurden von der Euregio Egrensis die Kitas, die 2014 eine Förderung für die Durchführung von Sprachanimationen erhielten bzw. beantragt haben, • Abfrage von TANDEM und DPJW hinsichtlich der in der zurückliegenden EU- Förderperiode 2007-2013 bereits geförderten sächsischen Kitas zusätzlich zugearbeitet wurden von TANDEM diejenigen Kitas, die 2014 eine Förderung erhalten haben, • Abgleich der ermittelten Kitas mit den Jugendämtern der Landkreise in 01/2015. 5.2 Datenauswertung 5.2.1 Quantitative Aussagen (1) „Aktive“ Kitas 65 Kitas gaben zum Zeitpunkt der telefonischen Befragung 2014 an ein Sprachlernangebot in einer der Nachbarsprachen Polnisch bzw. Tschechisch vorzuhalten und/oder eine Partnerschaft mit einer Kita aus dem Nachbarland zu pflegen. Dies sind 7,2 % aller untersuchten 902 Einrichtungen.

22 40 dieser 65 „aktiven“ Kitas, also 61,5 %, befinden sich in freier Trägerschaft. Dies entspricht annähernd dem Verhältnis von kommunaler und freier Trägerschaft bei der Grundgesamtheit der 902 untersuchten Kitas. Eine Auflistung der 2014 ermittelten 65 „aktiven“ Kitas befindet sich in Anlage 1. Sie verteilen sich wie folgt auf die 6 untersuchten Landkreise bzw. die 4 Euroregionen (vgl. Abb. 4): Aktive Kitas 2014 30 28 25 20 15 10 5 6 14 11 7 0 LK GR LK BZ LK SSO LK MS LK ERZ LK V 0 ER NNN ER EL ER EK ER E Abb. 4: Verteilung der „aktiven“ Kitas auf die sächsischen Grenzlandkreise (Stand: 11/2014) Von den 65 „aktiven“ Kitas gaben 17 (davon 16 im Landkreis Görlitz 37 ) und damit etwa ein Viertel dieser Kitas an, Aktivitäten für Polnisch (Sprachangebot und/oder grenzüberschreitende Partnerschaften) durchzuführen, während 49 Kitas Aktivitäten bzgl. Tschechisch anboten – eine Kita hielt dabei sowohl Polnisch- als auch Tschechisch-Angebote bereit. Dieses Verhältnis korreliert annähernd mit der Länge der jeweiligen Grenze zwischen Sachsen und Polen (123 km) bzw. Sachsen und Tschechien (454 km) 38 . Die geografische Verteilung der Kitas ist in Abb. 5 dargestellt. 37 einziger sächsischer Landkreis in Grenzlage zu Polen 38 www.landesentwicklung.sachsen.de

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