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Schlussbericht 2014/2015

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www.nachbarsprachen-sachsen.eu

37 16 (84 %) dieser 19

37 16 (84 %) dieser 19 Kitas mit Nachbarsprachlernangebot pflegten gleichzeitig eine Zusammenarbeit mit einer Partnereinrichtung im Nachbarland (vgl. Abb. 20). Abb. 20: Vergleich: regelmäßiges Nachbarsprachlernangebot und Kita-Partnerschaft Aus dieser Aufschlüsselung wird darüber hinaus erkennbar, dass von den 41 Kitas, die 2014 noch in die Kategorie „aktive Kita“ eingeordnet wurden und die an der Online-Befragung teilgenommen haben, 15 Kitas zum Zeitpunkt der Befragung 2015 weder ein Nachbarsprachangebot unterbreiteten noch eine Partnerschaft pflegten und damit eigentlich nicht (mehr) die in Umsetzungsstufe 1 angelegten Kriterien für eine „aktive“ Kita erfüllen. 6 dieser Kitas gaben allerdings an Kinder mit nachbarsprachigem familiärem Hintergrund zu betreuen (vgl. Kap. 6.2.3). Am häufigsten wurde die Nachbarsprache in Form von Liedern und Reimen vermittelt (15 Nennungen). Aber auch die Methode der Sprachanimation (9 Nennungen) und die Immersionsmethode (11 Nennungen) wurden umgesetzt. 7 Kitas gaben dabei an, sowohl nach der Immersionsmethode als auch mit Sprachanimation zu arbeiten. Ähnlich wie bei der Zusammenarbeit mit Partnereinrichtungen nahmen bei etwa zwei Drittel (ca. 68 %) der Kitas bis zu 20 Kinder diese Nachbarsprachlernangebote wahr. 32 % (6 Einrichtungen) unterbreiteten das Angebot für mehr als 20 Kinder. In 95 % der Fälle war das Nachbarsprachlernangebot für die Eltern kostenfrei. Mit Blick auf die Qualität der nachbarsprachigen Bildungsarbeit in den Kitas wurde vertiefend der Frage nachgegangen, wie die Nachbarsprachkompetenz des für die Umsetzung der Angebote eingesetzten pädagogischen Personals einzuschätzen ist (vgl. Abb. 21). Insgesamt kamen dabei in den betreffenden 19 Einrichtungen lediglich • in 5 Kitas eigenes Personal mit Polnisch/Tschechisch als Muttersprache, • in 4 Kitas Sprachassistenten/innen zum Einsatz. Darunter war eine Kita, die sowohl über eigenes Personal mit Polnisch/Tschechisch als Muttersprache als auch über Sprachassistenten/innen verfügte. In 6 Einrichtungen wurden die Nachbarsprachangebote von deutschen Muttersprachlern/innen

38 übernommen, zwei Einrichtungen nutzten dabei parallel auch das muttersprachliche Personal der Partnereinrichtung. In weiteren zwei Einrichtungen wurden die Nachbarsprachlernangebote über externe gewerbliche Anbieter abgedeckt, wobei in einer der zwei Kitas die Kosten dafür von den Eltern getragen werden mussten. Abb. 21: Personal bei Nachbarsprachlernangeboten (Mehrfachnennungen möglich) In besonderem Maße ist der Einsatz von polnischen/tschechischen Muttersprachlern/innen für die Umsetzung der Immersionsmethode von Bedeutung: Obwohl 11 Kitas angegeben haben nach der Immersionsmethode zu arbeiten, fällt auf, dass nur 5 Kitas angaben, über eigenes muttersprachliches Personal für Polnisch bzw. Tschechisch zu verfügen. In Abb. 22 ist die Situation näher dargestellt. Abb. 22: Personal bei Umsetzung der Immersionsmethode

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