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Schlussbericht 2014/2015

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www.nachbarsprachen-sachsen.eu

57 Dies böte einerseits

57 Dies böte einerseits die Möglichkeit Horte und vor allem auch den Bereich der Kindertagespflege 52 mit einzubinden. Zu vermuten ist, dass sich aus einer solchen Zusammenarbeit darüber hinaus neue Impulse hinsichtlich der Sensibilisierung von Landkreispolitik und -verwaltungen für die Potenziale früher nachbarsprachiger Bildung ergeben würden. Andererseits erweist es sich als Nachteil, dass es hierfür keinen einheitlich festgelegten Stichtag für alle Landkreise gibt, so dass die Vergleichbarkeit der Daten, insbesondere auch im Hinblick auf deren Bezug zu den Schuljahresdaten für die Grundschulen. schwierig sein dürfte. ‣ Nutzung des für die Umsetzungsstufe 2 der Bestandsaufnahme für die LaNa entwickelten Online-Umfragetools für die Konzipierung, technische Umsetzung und effektive Auswertung einer jährlichen Abfrage der Kitas der 6 Grenzlandkreise zur frühen nachbarsprachigen Bildung und die Einbindung dieser jährlichen Daten in ein kontinuierliches Monitoring. Diese Abfrage könnte in Verbindung mit der jährlichen Meldung der Kitas zur Kinder- und Jugendhilfestatistik zum Stichtag 01.03. d. J. erfolgen und würde eine Datenauswertung in Bezug auf die StaLa-Daten zu den Kitas und darüber hinaus auch zur nachbarsprachigen Bildung an Grundschulen im folgenden Schuljahr ermöglichen, so dass künftig auch der Übergang von der Kita zur Grundschule in die Untersuchungen einbezogen werden könnte. Um eine verlässliche und kontinuierliche Datenlage ähnlich der Grundschuldaten zu erzielen, ist in jedem Fall durch das SMK eine verpflichtende Verbindlichkeit für die Kitas zur Teilnahme an der Abfrage herzustellen. 52 Fokus: Tagespflegepersonen mit Polnisch bzw. Tschechisch als Muttersprache als mögliches Potenzial für die immersive Betreuung deutscher Kinder und ihre dafür erforderliche methodisch-didaktische Qualifizierung

58 9 Zusammenfassung und Ausblick Mit dem vorliegenden Bericht zu den Ergebnissen der im Zeitraum 10/2014 bis 06/2015 durchgeführten Bestandsaufnahme liefert die Sächsische Landesstelle für frühe nachbarsprachige Bildung erstmals einen datenbasierten Gesamtüberblick für den gesamten sächsischen Grenzraum zu Polen und Tschechien zum Stand der Umsetzung früher nachbarsprachiger Bildung in den Kitas. Er bildete nicht nur die Grundlage für eine fundierte Analyse des erreichten Entwicklungsstandes im Rahmen eines breit angelegten interdisziplinären Fachdiskurses, sondern legte auch grundlegende Bedarfe in diesem Bereich offen und ermöglichte daraus konkrete Handlungsempfehlungen für kurz- und mittelfristig zu gehende Schritte auf dem Weg zu einer kontinuierlichen, alltagsintegrierten nachbarsprachigen Bildungsarbeit in den sächsischen Grenzregionen abzuleiten. Die Ergebnisse bilden nun, in Abstimmung mit dem Sächsischen Staatsministerium für Kultus und dem Expertenbeirat „Frühe nachbarsprachige Bildung in Sachsen“, die Grundlage für die weitere Arbeitsplanung der LaNa. Um dabei nachhaltig die Weichen zur Erreichung einer neuen Qualität in diesem Bereich zu stellen, zeichnen sich insbesondere folgende längerfristige Arbeitsschwerpunkte ab: ‣ Erarbeitung von Vorschlägen zur Sicherung kontinuierlicher Rahmenbedingungen für die Umsetzung nachbarsprachiger Bildungsangebote in den Kitas und deren Abstimmung mit Politik und Verwaltung, ‣ Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Professionalisierung der Arbeit in den Kitas, ‣ Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Stärkung des Images der frühen nachbarsprachigen Bildung in der Öffentlichkeit, ‣ Entwicklung von Maßnahmen zur Sicherung der Anschlussfähigkeit in der Kita erworbener Kompetenzen in der Grundschule, ‣ Aufbau eines, den Entwicklungsprozess flankierenden Monitorings. Der gewählte Netzwerkansatz mit der LaNa als Kompetenzzentrum und Schnittstelle zur Bündelung und Einbindung der fachlichen Expertise von Akteuren aus allen relevanten Bereichen von der Kita-Praxis über Politik, Verwaltung bis hin zur Wissenschaft ist dabei eine wichtige Grundlage für die erfolgreiche Umsetzung des ambitionierten Entwicklungsprozesses auf dem Weg zur Nachbarsprache von Anfang an in Sachsens Grenzregionen.

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