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Schlussbericht 2014/2015

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www.nachbarsprachen-sachsen.eu

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61 Begriffserläuterungen Immersionsmethode Sie gilt als das erfolgreichste Lehrverfahren für den Erwerb einer zweiten Sprache. Immersion bedeutet "eintauchen" und wird im Deutschen auch als "Sprachbad" bezeichnet: Die zu lernende Sprache wird konsequent neben der Erstsprache als Alltagssprache verwendet. Zweisprachigkeit entwickelt sich umso leichter, je früher sie eingeführt wird. Das Gehirn eines Kindes ist auf Spracherwerb und Sprachentwicklung eingestellt und in der Lage, unterschiedliche Laute, Rhythmen, Strukturen zu erfassen, zu verarbeiten und entsprechend zu ordnen. Kinder können deshalb eine zweite Sprache auf die gleiche Weise wie die Erstsprache aufnehmen. Was sie benötigen sind "sprechende Vorbilder" – am besten Muttersprachler/innen. Die muttersprachlichen Erzieher/innen vermitteln in der Kita mit und neben der Sprache auch die Kultur des Landes. Ausschließlich diese Erzieher/innen sprechen mit den Kindern in der zweiten Sprache. Damit wird das Grundprinzip "eine Person – eine Sprache" erfüllt. Es gibt keine Sprachvermischungen, sondern die Kinder haben je Sprache klar zugeordnete Personen. 53 Bilinguale Kita Folgende Kriterien wurden durch den FMKS herangezogen, um Kitas in die deutschlandweite Erhebung zu bilingualen Kitas 54 aufzunehmen: • Die neue Sprache ist Alltags- und Umgangssprache. • Das Prinzip „Eine Person – eine Sprache“ wird angewendet. • Sprachkontakt ist mindestens während der halben Öffnungszeit möglich. • Das pädagogische Personal umfasst Muttersprachler/innen oder verfügt über muttersprachliche Kompetenz. (vgl. auch Forschungsnetzwerk Mehrsprachigkeit im Kindergarten 55 ) 53 www.educcare.de (Zugriff: 29.01.2015) 54 FMKS (2014) 55 www.bilikita.org

62 Abbildungsverzeichnis Abb. 1: Zeitplan für die Bestandsaufnahme .......................................................................................... 17 Abb. 2: Euroregionen mit sächsischer Beteiligung ................................................................................ 18 Abb. 3: Räume mit besonderem Handlungsbedarf ............................................................................... 19 Abb. 4: Verteilung der „aktiven“ Kitas auf die sächsischen Grenzlandkreise ........................................ 22 Abb. 5: Geografische Lage der „aktiven“ Kitas (Stand: 11/2014) ......................................................... 23 Abb. 6: Grundschulen mit Polnisch- bzw. Tschechisch-Angeboten ab Klasse 1 .................................. 23 Abb. 7: Verhältnis von Sprachlernangeboten und Begegnung (Stand: 11/2014) ................................. 24 Abb. 8: Kita-Partnerschaften in den Euroregionen (Stand: 11/2014) .................................................... 25 Abb. 9: Geografische Lage der Kitas mit grenzüberschreitenden Partnerschaften (Stand: 11/2014) .. 25 Abb. 10: Anzahl der Kitas, die Projektförderungen genutzt haben (Zeitraum 2007-2014) ................... 26 Abb. 11: Ablauf der Umsetzungsstufe 2 ................................................................................................ 30 Abb. 12: Soll-Ist-Vergleich der Umfrage-Rückmeldungen nach Landkreisen ....................................... 32 Abb. 13: Kita-Partnerschaften (Online-Befragung 05/2015) ................................................................. 33 Abb. 14: Partnerschaft und Interesse an einer Partnerschaft .............................................................. 34 Abb. 15: Häufigkeit und durchschnittliche Teilnehmerzahl an partnerschaftlichen Aktivitäten ............. 34 Abb. 16: Gemeinsame Aktivitäten mit der Partnereinrichtung (Mehrfachantworten möglich) .............. 35 Abb. 17: Verständigung mit der Partnereinrichtung (Mehrfachantworten möglich) .............................. 35 Abb. 18: Finanzierung der Partnerschaft (Mehrfachantworten möglich) ............................................... 36 Abb. 19: Regelmäßiges Nachbarsprachlernangebot und Altersbeginn ................................................ 36 Abb. 20: Vergleich: regelmäßiges Nachbarsprachlernangebot und Kita-Partnerschaft ....................... 37 Abb. 21: Personal bei Nachbarsprachlernangeboten (Mehrfachnennungen möglich) ......................... 38 Abb. 22: Personal bei Umsetzung der Immersionsmethode ................................................................. 38 Abb. 23: Betreuung von Kindern mit PL/CZ als Muttersprache ............................................................ 40 Abb. 24: Gelingensbedingungen für die Umsetzung nachbarsprachiger Bildungsangebote in Kitas ... 41 Abb. 25: Herausforderungen für die finanzielle Absicherung nachbarsprachiger Angebote in Kitas ... 42 Abb. 26: Aufgeschlossenheit gegenüber frühen nachbarsprachigen Angeboten ................................. 43 Abb. 27: Vorschlag für ein Indikatorenset für ein Monitoring zur frühen nachbarsprachigen Bildung .. 56

Jugend / Bildung