Aufrufe
vor 4 Jahren

Sozialstrukturatlas 2017

  • Text
  • Struktur
  • Atlas
  • Sozial
  • Goerlitz
  • Landkreis
  • Planungsraum
  • Sachsen
  • Einwohner
  • Gemeinden
Sozialstrukturatlas 2017

8 Partizipation und

8 Partizipation und Teilhabe Die Beteiligung an Wahlen ist ein Indikator für das demokratische Selbstverständnis der Bürger. Eine hohe Beteiligung kann als Ausdruck bewusster Partizipation am Leben in der Gesellschaft in einer Gemeinde gewertet werden. In der Karte ist die Wahlbeteiligung der Bürgermeisterwahlen 2015 nach Orten dargestellt. Für Gemeinden mit anderen Wahltagen als dem 7. Juni 2015 wurde die nächstliegende Bürgermeisterwahl davor oder danach ausgewählt. Anders als bei Bundestags- oder Landtagswahlen sind Bürgermeisterwahlen häufig dann attraktiv, wenn sich Personalwechsel abzeichnen oder es mehrere starke Kandidaten gibt. Die niedrigste Wahlbeteiligung ist traditionell in den Städten vorhanden. Die Stadt Zittau weist mit 34,4 % den niedrigsten Wert auf. In Mittelherwigsdorf dagegen gingen mehr als drei Viertel aller Wahlberechtigten an die Urnen. Schleife Groß Düben Boxberg Hohendubrau Weigersdorf Weißwasser Königshain Mittelherwigsdorf Kreba- Neudorf Mücka Krauschwitz Weißkeißel Kollm Bad Muskau Quitzdorf am See Waldhufen Melaune Rietschen Niesky Jänkendorf Reichenbach O.L. Hähnichen Horka Kodersdorf Markersdorf Schöpstal Ebersbach Rothenburg O.L. Neißeaue Groß- Kauscha Görlitz Löbau Rosenbach Herrnhut Bernstadt Vierkirchen Trebendorf Schönau- Berzdorf a.d. Eigen Wahlbeteiligung in % unter 40 40 bis unter 50 50 bis unter 60 60 bis unter 70 über 70 Ebersbach- Neugersdorf Seifhennersdorf Kottmar Leutersdorf Großschönau Hainewalde Oderwitz Niederoderwitz Gablenz Lawalde Beiersdorf Großschweidnitz Oppach Schönbach Dürrhennersdorf Neusalza- Spremberg Bertsdorf- Hörnitz Olbersdorf Zittau Ostritz Jonsdorf Oybin 58 Karte 8.1 – Wahlbeteiligung Bürgermeisterwahlen 2015

9 Sicherheit Die Sicherheit seiner Bürger zu garantieren ist eine wichtige Aufgabe des Staates. Wie gut oder schlecht dies gelingt, wird nicht erste seit den letzten Terrorsanschlägen kontrovers in der Presse, am Stammtisch und in der Politik diskutiert. Die Polizeiliche Kriminalsstatistik des Sächsischen Landeskriminalamtes enthält eine Reihe von aussagekräftigen Zahlen, die die Situation nach objektiven Kriterien und nach ihrer Entwicklung im Jahresverlauf einschätzen lässt. Für die subjektiv empfundene, »gefühlte Sicherheit« der Bürger müsste als Ergänzung zu den Daten der Polizei eine qualitative Erhebung durchgeführt werden. Im Indikatorenkatalog der KGST für die Sozialberichterstattung wird die Straßenkriminalität als einziger Indikator vorgeschlagen. Darin werden Straftaten zusammengefasst, die überwiegend im öffentlichen Raum begangen werden. Sachbeschädigungen, Diebstahl von Fahrrädern und aus Kraftfahrzeugen sind hierbei die häufigsten Delikte. Die Fallzahlen sind in Sachsen von 2007 bis 2011 kontinuierlich zurückgegangen und 2012 erstmals wieder gestiegen. Im Jahr 2012 wurden sachsenweit 68.839 Straftaten der Straßenkriminalität erfasst. Die Angaben sind aufgrund einer Änderung in der Zuordnung der Deliktgruppen zur Straßenkriminalität nicht mit den Angaben von 2010 vergleichbar. Die Häufigkeitszahl gibt an, wie viele Fälle pro Jahr auf 100.000 Einwohner kommen. Nachteil dieser Berechnung ist, dass nur die Einwohner der jeweiligen Region erfasst werden, die Straftaten aber vollständig in die Statistik eingehen – unabhängig davon ob der Täter seinen Wohnsitz in der Region hat oder nicht. Insgesamt betrachtet steigen die Straftaten nur in Dresden sowie in Stadt und Landkreis Leipzig leicht an, in allen anderen Regionen sind sie im Vergleich zu 2012 zum Teil deutlich gesunken. Görlitz hat die größte Häufigkeitszahl aller Landkreise und übertrifft damit sogar noch Chemnitz. Fahrraddiebstähle sind seit dem Höchstwert 2012 kontinuierlich rückläufig. 2015 wurden im Landkreis Görlitz 462 Fälle weniger gemeldet als noch 2012. Landkreis / Kreisfreie Stadt erfasste Fälle Entwicklung 2015 / 2012 2015 2014 2012 absolut in % Häufigkeitszahl Bautzen 2.784 3.235 3.634 -850 -23,4 908 Erzgebirgskreis 2.034 2.159 2.660 -626 -23,5 582 Görlitz 4.471 4.449 4.627 -156 -3,4 1.718 Leipzig, LK 3.758 4.011 3.725 33 0,9 1.459 Meißen 2.715 2.807 2.990 -275 -9,2 1.114 Mittelsachsen 2.699 2.750 3.320 -621 -18,7 863 Nordsachsen 2.960 3.092 3.323 -363 -10,9 1.502 Sächsische Schweiz-Osterzgebirge 2.071 2.565 2.430 -359 -14,8 842 Vogtlandkreis 2.218 2.202 2.500 -282 -11,3 954 Zwickau 3.391 3.562 4.061 -670 -16,5 1.043 Chemnitz 3.866 3.979 4.835 -969 -20,0 1.588 Dresden 12.320 13.855 12.056 264 2,2 2.297 Leipzig, Stadt 19.919 21.120 18.666 1.253 6,7 3.658 Freistaat Sachsen 65.212 69.790 68.839 -3.627 -5,3 1.608 Tab. 9.1 – Fallzahlentwicklung Straßenkriminalität Sachsen 59

Jugend / Bildung