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Strategische Handlungsempfehlungen der Euroregion Neisse (D)

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2014- 2020

2 → Harmonogramm für

2 → Harmonogramm für die Erarbeitung der tschechisch-polnischen Entwicklungsstrategie für die ERN 1. Quartal 2012 Sozio-Ökonomische Analyse, SWOT 2. Quartal 2012 Vision, strategische Ziele, Prioritätsbereiche → Herangehensweise für die Erarbeitung der deutschen Handlungsschwerpunkte für die gemeinsame Entwicklungsstrategie der ERN Methode Interviews, Literatur- und Internetrecherche, SWOT-Analyse Arbeitsgruppensitzungen Bewertungsmatrix Ergebnis Definition der Handlungsschwerpunkte Optimierung der Handlungsschwerpunkte Priorisierung der Schwerpunkte Erarbeitungsprozess des Dokumentes 3. Quartal 2012 Maßnahmen 4. Quartal 2012 Finalisierung des Dokumentes Überarbeitete SWOT-Analyse Expertenbefragung Harmonisierung der deutschen Handlungsschwerpunkte mit den tschechischen und polnischen Strategiepapieren Formulierung der Entwicklungsziele Hinweise und Ergänzungen zu den Handlungsschwerpunkten Strategie der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa Quelle: Euroregion Neisse-Nisa-Nysa Quelle: Landratsamt Görlitz, Amt für Kreisentwicklung 2.1 Entwicklungsstrategie für den tschechisch-polnischen Teil der ERN 2014–2020 Die Herangehensweise im Rahmen dieser Strategie basierte auf der in der Regel angewendeten Methodik zur Erarbeitung von strategischen Entwicklungsdokumenten. Im Laufe der Erarbeitung des Dokumentes ergaben sich folgende Etappen: Etappe 1: Sozio-Ökonomische Analyse, SWOT Während der ersten Phase wurden die Mitglieder der Arbeitsgruppen mit der Sozio-Ökonomischen Analyse bekannt gemacht und um Anmerkungen dazu gebeten. Um die Effektivität der Erarbeitungsprozesse sichern zu können, wurde von Anfang an auch am Konzept für die Strategie gearbeitet. Die Idee war, den Mitgliedern der Euroregionalen Expertengruppen (EUREX) ein Basismaterial für den Diskussionsprozess und Anmerkungen zur Verfügung zu stellen. Nach Einreichung der Anmerkungen der Mitglieder der EUREX erfolgte die Aktualisierung der Analyse und Vorlage zur Bewilligung. Auf Grundlage der teilweise akzeptierten SWOT-Analyse wurde die zusammengefasste SWOT-Analyse zu den jeweiligen Prioritätsbereichen erarbeitet. Es wurde empfohlen, die einzelnen Themenbereiche in große thematische Prioritätsbereiche zusammenzufassen. Etappe 2: Vision, strategische Ziele, Prioritätsbereiche In der zweiten Phase begannen die Arbeiten, die zur Vorbereitung eines Projektteils der Strategie gehörten. Zuerst wurde die Vision für die Euroregion bis 2020 erarbeitet. Auf dieser Basis erfolgte die Definition der jeweiligen Prioritätsbereiche. Zu jedem Bereich gehört eine Beschreibung und eine Begründung. Die konkreten Felder wurden der jeweils zuständigen Expertengruppe für entsprechende Arbeiten zugeordnet. Danach beschäftigte sich das Lenkungsteam mit der Problematik. In weiteren Schritten wurden externe Experten zu jeweiligen konkreten Bereichen in die Arbeit einbezogen. Die Expertengruppen konnten auf Basis eines einheitlichen Formulars Anmerkungen abgeben. Etappe 3: Maßnahmen In der dritten Phase wurde eine Liste mit Maßnahmen aller Arbeitsgruppen zu den jeweiligen Bereichen vorgeschlagen, welche zu den definierten Zielen führen sollten. Jede Maßnahme erhielt eine kurze Beschreibung und Begründung. Etappe 4: Finalisierung des Dokumentes – Vorschlag für die Umsetzung, Bewertung Während der letzten, vierten Phase der Strategieerarbeitung wurden die Arbeiten an diesem Dokument beendet. Es erfolgte die Zusammenfassung aller Vorschläge zu den bestimmten Bereichen. Das Lenkungsteam hat die vorgelegten Erfassungen korrigiert und fehlende Informationen ergänzt. Die Entwicklung der Strategie erfolgte in einem speziell berufenen Gremium. Mit der Erarbeitung beschäftigte sich ein berufener Lenkungsausschuss, dieser übernahm vor allem die politische Schirmherrschaft über den gesamten Erarbeitungsprozess. Mit der Koordinierung des polnisch-tschechischen Projektes „Strategie der Euroregion Nysa“ beschäftigte sich ein Projektteam, bestehend aus einem polnischen und einem tschechischen Experten. Das Team war für die komplette Koordinierung des Projektes, gemäß dem Operationellen Programm ETZ Tschechische Republik– Republik Polen 2007–2013, zuständig. Ein Teil der Aufgaben wurde direkt über das Team und andere wiederum mit der Unterstützung von außen koordiniert. 2.2 Handlungsschwerpunkte der Landkreise Görlitz und Bautzen für die Strategie der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa Die Landkreise Görlitz und Bautzen erarbeiteten das Dokument „Handlungsschwerpunkte Landkreise Görlitz und Bautzen für die Strategie der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa“ in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe unter Federführung des Amtes für Kreisentwicklung des Landkreises Görlitz für den deutschen Teil der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa. Zusammenarbeit erfolgte mit dem Regionalen Planungsverband Oberlausitz-Niederschlesien und dem Euroregion Neisse e.V., außerdem wurden Experten konsultiert. Mit Hilfe einer Bewertungsmatrix wurden die prioritären Ziele der gemeinsamen Entwicklung herausgearbeitet. Den Zielen sollten Schwerpunkte und – im Idealfall – konkrete Vorhaben zugeordnet werden. Das dabei erarbeitete Dokument bildete nun die Grundlage für die Abstimmung mit den tschechischen und polnischen Partnern zur Erstellung eines gemeinsamen Konzeptes (Strategische Handlungsempfehlungen für die Euroregion Neisse-Nisa-Nysa 2014–2020) und langfristig auch für die Arbeit der Strukturen der Euroregion (EUREX). Die zwölf folgenden wichtigsten, grenzübergreifenden Themen wurden durch die Landkreise Görlitz und Bautzen bewertet und priorisiert: 1. Sicherheit (Katastrophenschutz, Polizei, Feuerwehr, Hochwasserschutz usw.) und Daseinsvorsorge (Rettungsdienst, Ver- und Entsorgung, Gesundheitswesen, Veterinärwesen, Soziale Eingliederung und Infrastruktur/Bekämpfung der Armut) 2. Tourismus 3. Lebenslanges Lernen (Bildung, Qualifizierung) 4. Begegnungen der Bürger und Institutionen (im Bereich Kunst, Sport, Kultur, partnerschaftliche Zusammenarbeit) 5. Verkehr (ÖPNV, SPNV) 6. Kultur (Kulturlandschaft, Denkmalschutz, Großprojekte) 7. Umweltschutz, nachhaltige Ressourcennutzung 8. Stärkung Wettbewerbsfähigkeit KMU (kleine und mittelständische Unternehmen) besonders im Bereich Handel/ Wirtschaftsförderung (gemeinsame Abstimmung), Arbeitsmarkt 9. Wissenschaft, Forschung, Innovation 10. Energie und Klimaschutz (einschließlich Verringerung CO2-Emissionen) 11. Raumordnung, regionale und lokale Planungen 12. Informations- und Kommunikationstechnologien (schnelles Internet) Das Ergebnis war die Grundlage für eine weitere dreiseitige Harmonisierung. Die Endfassung wurde durch die Landräte Görlitz und Bautzen im Mai 2013 legitimiert. Im Juni 2013 erfolgte die Übergabe an den Euroregion Neisse e.V. 6 strategie ern 2014–2020 strategie ern 2014–2020 7

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